Deutschland: Regionale CO2-Kompensation durch Humusaufbau

Das Humusaufbau-Projekt

Belebte, fruchtbare Böden sind Grundlage für gesunde Lebensmittel und reinigen das Grundwasser. Sie bilden das Fundament für uns Menschen und für eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt.

Die industrialisierte und auf Effizienz getrimmte Landwirtschaft hat seit dem zweiten Weltkrieg stark an Kohlenstoff und somit an Leben verloren. Parameter dafür ist der Humusanteil in unseren Böden. Nimmt dieser zu oder ab, wird Leben gemehrt oder verdrängt.

Verantwortlich für diese Entwicklung sind in erster Linie nicht die Landwirte selbst, sondern der durch die Ökonomisierung ausgelöste Preisdruck auf die landwirtschaftliche Produktion.

Landwirtschaft bedeutet aber immer einen Generationenvertrag und kann nur langfristig gedacht werden. Durch das Humusaufbauprogramm werden Anreize für die Landwirte geschaffen, den Humus im Boden zu mehren.

Durch den Aufbau von Humus auf landwirtschaftlichen Flächen wird so der Atmosphäre aktiv CO2 entzogen und langfristig in den Böden gebunden.

Dank der finanziellen Freiräume, die für die Landwirten durch das Humusaufbauprogramm von CarboCert entstehen, können sie unabhängig von Märkten und Preisen den Humusaufbau betreiben. Der Humusaufbau der teilnehmenden landwirtschaftlichen Betriebe wird gemessen und dokumentiert.

Ziel des Projekts ist es, die Böden durch Humusaufbau wieder natürlich fruchtbarer zu machen. Somit kann die Lebensgrundlage Boden auch für nachfolgende Generationen bewahrt werden.

 

Gut zu wissen

  • Gegen Klimawandel: Pro Prozent Humus können ca. 50 Tonnen CO2/ha gespeichert werden. Humusaufbau stellt die größte CO2-Senke weltweit dar
  • Gegen Bodenerosion: Die Wasseraufnahme und -haltefähigkeit steigt: Pro Prozent Humus werden ca. 200-400 m³/ha Wasser gespeichert.
  • Für die Pflanzen: Pro Prozent Humus werden ca. 2,5 Tonnen/ha Stickstoff gebunden. Humus enthält sämtliche Spurenelemente und Nährstoffe, sowie eine natürliche antibiotische Wirkung
  • Für das Trinkwasser: Humus bindet Schadstoffe und baut diese ab. Humus reinigt das Regenwasser. Humoser Boden hinterlässt immer sauberes Grundwasser.

 Humus bindet CO2 © Bild CarboCert

Humus bindet CO2
© CarboCert

 

Fruchtbarer Boden © Bild Patricia Maine Degrave, Pixabay

Böden werden durch Humusaufbau natürlich fruchtbarer

 


Dieses Klimaschutzprojekt unterstützt die folgenden 9 Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN (Sustainable Development Goals, SDG):

 


SDG 2: Kein Hunger

SDG 2 Kein Hunger:
Natürlich fruchtbare Erde ist die Grundlage für eine sichere Lebensmittelversorgung aller Menschen.

SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen

SDG 3 Gesundheit und Wohlergehen:
Natürlich fruchtbare Böden bringen gesunde nährstoffreiche Lebensmittel hervor und erfordern wenig bis keinen Einsatz von chemischen Zusatzmitteln. Dies beugt Krankheiten vor und fördert das Wohlergehen.

SDG 4: Hochwertige Bildung

SDG 4 Hochwertige Bildung:
Durch die Beschäftigung mit Humusaufbau lernt der Landwirt teilweise vergessenes Wissen über die Wichtigkeit natürlich fruchtbarer Böden in Kombination mit moderner Technik. Die Sensibilität im Umgang mit der Natur wird wieder erlernt.

SDG 6: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

SDG 6 Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen:
Humusreicher Boden baut Schadstoffe ab und hinterlässt sauberes Trinkwasser. Humoser Boden nimmt Wasser besser auf und kann es besser halten.

SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

SDG 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum:
Natürlich fruchtbare Böden machen die Landbewirtschaftung unabhängiger vom Ressourceneinsatz von außen. Dies erhöht den Grad an Selbstversorgung und senkt die Quote an Verschuldung. Die Wirtschaftlichkeit steigt mit dem Senken des Ressourceneinsatz.

SDG 12: Nachhaltige/r Konsum und Produktion

SDG 12 Nachhaltige/r Konsum und Produktion:
Humusaufbauende Landbewirtschaftung bedeutet weniger Einsatz von Ressourcen und aktiver Schutz der wichtigsten Lebensgrundlage, der Böden. Dadurch erodieren Böden nicht und bleiben nachfolgenden Generationen erhalten.

SDG 13: Maßnahmen zum Kilmaschutz

SDG 13 Maßnahmen zum Kilmaschutz:
Vier Promille Humusaufbau pro Jahr auf allen landwirtschaftlich genutzten Böden bedeuten die Kompensation aller Klimagase eines Jahres auf der Erde.

SDG 15: Leben an Land

SDG 15 Leben an Land:
Humusaufbau fördert die Biodiversität an sich, mehrt und schütz somit das Leben an Land. Biodiversitätsverlust wird aufgehalten. Ökosysteme werden gestärkt bzw. wiederhergestellt. Humusaufbau bedeutet immer Mehrung von Leben und Lebensprozessen an Land.

SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

SDG 16 Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen:
Humusaufbau vermeidet Bodenverlust und somit den Verlust an Lebensgrundlage von vielen Menschen auf der Erde. Landflucht wird vermieden. Konflikte durch den Kampf um Lebensgrundlagen werden somit verringert bzw. vermieden.

 

Weitere Informationen zu den Sustainable Development Goals: https://sustainabledevelopment.un.org/sdgs.


 Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

BMU

 

Logo: Umweltbundesamt

 

 

 Logo: VNU

 
BNW Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V.

 

3 fürs Klima

 

 

Entrepreneurs For Future

 

B.A.U.M. e.V.

 

Allianz für Entwicklung und Klima

 

 

Logo: KlimAktiv CO2-neutral Unternehmen

 

 Logo: WIN-Charta

Die Projekte von KlimAktiv werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und dem Umweltbundesamt (UBA) unterstützt.

Stephan Schunkert ist Klimaschutz Ressortleiter im Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement e.V. (VNU) und ist im Fachbeirat von 3 fürs Klima.

KlimAktiv ist Mitglied beim BNW Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V.

KlimAktiv begrüßt und unterstützt die Entrepreneurs for Future Initiative und ist aktiv im Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e. V.

Außerdem unterstützt KlimAktiv die Allianz für Entwicklung und Klima.

KlimAktiv arbeitet klimaneutral und ist Unterzeichner der WIN-Charta der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit Baden-Württemberg.