Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH


Viele Flüge führen nach FRA

KlimAktiv bilanziert im zweiten Jahr Flugreisen im Rahmen des GIZ-Corporate Sustainability Handprint® (CSH).  2018 sammelten wir Daten bei Reisebüros von fünf Kontinenten, um sie mit einem eigens konfigurierten Flugrechner auszuwerten. Auf vier Sprachen tauschten wir uns mit Ansprechpartnern aus 46 Ländern aus.

Mit dem E-Bike zur Arbeit, mit der grünen Bahn-Card auf Geschäftsreise und am Workshop in Übersee mal eben durch Telekonferenz teilnehmen: Immer mehr klimafreundliche Alternativen werden alltagstauglich. Wie sieht es jedoch aus, wenn es zum Tagesgeschäft gehört, die Wasserversorgung in Burkina Faso zu verbessern? Wenn es gilt, neue Wege in den Bergregionen Albaniens anzulegen oder regelmäßig der chilenischen Wüste einen Besuch abzustatten, um dort mit Solarparks die ökologische Entwicklung des Landes zu unterstützen? Hier reichen keine Standardlösungen.

2016 hat sich die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH daher selbst dazu verpflichtet, den Einfluss ihrer weltweiten Aktivitäten mit einem umfassenden System zu bewerten: dem eigens dafür entwickelten Corporate Sustainability Handprint® (CSH). Dieser bildet in den vier Wirkungskategorien - ökologisches Gleichgewicht, politische Teilhabe, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und soziale Verantwortung - den Einfluss der GIZ in einer Vielzahl von Handlungsfeldern ab.  Die GIZ verfolgt damit einen modernen, ganzheitlichen Ansatz, der schädliche Einflüsse wie CO2-Emissionen in Form eines Fußabdruckes erfasst, zugleich jedoch auch konstruktive Maßnahmen in den oben genannten Nachhaltigkeits-Dimensionen in Form eines Handabdruckes abbildet. Fuß- und Handabdruck werden dabei nicht gegeneinander verrechnet. Für jedes Feld können so konkrete Ziele formuliert werden, die die Länderbüros in ihre Jahresplanung aufnehmen.

Flugemissionen machen sich besonders bemerkbar: Mit Niederlassungen in über hundert Ländern und Hauptsitz in Bonn und Eschborn, schickt die GIZ viele ihrer ca. 20 000 Mitarbeiter im Dienste der nachhaltigen Entwicklung und internationalen Bildung rund um die Welt. Und obwohl das Global Village im übertragenen Sinne längst zusammengerückt ist, gibt es leider immer noch keine gangbare Möglichkeit, diese weiten Distanzen anders zu überbrücken, als mit dem Flugzeug. Flüge, die entsprechend des CSH bilanziert werden müssen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, beauftragte die GIZ 2018 KlimAktiv damit, sie bei der Bewältigung der Datenflut ihrer internationalen Flugbewegungen zu unterstützen. KlimAktiv kontaktierte Reisebüros in 43 Ländern und sammelte so in regem Austausch auf vier verschiedenen Sprachen zahlreiche Daten, um sie mit einem eigens konfigurierten Flugrechner auszuwerten. Die Ergebnisse wurden aufbereitet und der GIZ vorgestellt.

Wie die GIZ wird jedes Unternehmen mit internationaler Reichweite, ebenso wie der private Weltenbummler sich in Zukunft mehr mit dem Abwägen zwischen Klimaschutz und der Notwendigkeit eines direkten Meetings bzw. dem Wunsch nach kulturellem Austausch beschäftigen müssen. Trotzdem werden auch in Zeiten von Web-Konferenzen und virtuellen Meetings die direkte Begegnung und menschliches Engagement unersetzlich bleiben. Wichtiger ist es daher, ein Gespür für die Größenordnung der Emissionen eines internationalen Langstreckenfluges zu entwickeln und sich diese vor Augen zu halten. Die Klimawirkung eines einzigen Fluges kann leicht die ganzen jährlichen pro-Kopf-Emissionen eines Entwicklungslandes übersteigen. Dementsprechend sollte geprüft werden, ob die Beweggründe einer Reise diese notwendig und vertretbar machen und welche Buchungsklasse man gegebenenfalls wählt. Denn generell gilt, dass die Vermeidung von Flügen sowie die Wahl der Economy-Class das größte Einsparungspotenzial bieten.

Die GIZ geht diesen Weg konsequent weiter: Sie erhebt den Corporate Sustainability Handprint® flächendeckend und verdoppelt nun für die Bilanz 2018 die Anzahl der von KlimAktiv betreuten Länder.

 

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Die Projekte von KlimAktiv werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und dem Umweltbundesamt (UBA) unterstützt.

Stephan Schunkert ist Mitglied des Vorstandes im Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement e.V. (VNU).

KlimAktiv ist Mitglied bei UnternehmensGrün - dem Bundesverband der grünen Wirtschaft.

KlimAktiv begrüßt und unterstützt die Entrepreneurs for Future Initiative und ist aktiv im Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e. V.

KlimAktiv arbeitet klimaneutral und ist Unterzeichner der WIN-Charta der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit Baden-Württemberg.