Berlin - Das Bundesfinanzministerium will Dienstleistungsunternehmen Tricks zur deutlichen Reduzierung der Ökosteuer erschweren. Bei diesen Tricks verlagerten etwa Kaufhäuser oder Hotels ihre Energieversorgung auf dem Papier auf beispielsweise Steuer- oder Unternehmensberater, die dann rechtlich als produzierendes Gewerbe gelten und hohe Steuerermäßigungen erhalten würden, berichtet die «Financial Times Deutschland» (Mittwoch).
Sie könnten bei der Stromsteuer bis zu 97 Prozent sparen, bei der Mineralölsteuer bis zu 66 Prozent. Den Steuervorteil teilten sich dann beide Seiten. Dem Staat entgingen so geschätzte Einnahmen von einer halben Milliarde Euro im Jahr.
Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte der Zeitung, noch im Frühjahr solle ein dagegen gerichteter Gesetzentwurf ins Kabinett eingebracht werden. Laut dem Blatt ist geplant, dass der zum Schein gegründete «Energieversorger» keinen Steuervorteil mehr erhält, wenn sein Kunde kein produzierendes Unternehmen ist.
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