Berlin - Das von CDU-Minister Norbert Röttgen geführte Bundesumweltministerium setzt mittelfristig auf einen schnellen Ausbau von Öko-Energie bei gleichzeitiger Rücknahme von Atom- und Kohlestrom. «Das Zeitalter der erneuerbaren Energien ist keine Utopie mehr», sagte die Parlamentarische Staatssekretärin des Ministeriums, Ursula Heinen-Esser (CDU), am Mittwochabend bei der «25 000-Megawatt- Feier» der Windenergie-Branche in Berlin. Nach 18 Jahren Aufbau- Leistung meldete der Bundesverband WindEnergie (BWE) kürzlich eine installierte Leistung von 25 000 Megawatt aus Windkraft. Damit könnten mindestens 26 Millionen Menschen mit Strom versorgt werden
«Die 25 000 Megawatt sind ein Beleg für die Erfolgsgeschichte der erneuerbaren Energien in Deutschland und ein gutes Verhandlungs- Argument für die (in einer Woche beginnende) Weltklimakonferenz in Kopenhagen», sagte Heinen-Esser. Im Koalitionsvertrag hatte Schwarz- Gelb beschlossen, Kernkraftwerke als «Brückentechnologie» länger als nach dem Atomvertrag vorgesehen laufen zu lassen, bis die Versorgung durch Öko-Energien gesichert ist. Heinen warnte vor zu langen Atom- Laufzeiten mit der Bemerkung: «Die Brücke der Kernenergie darf die Ausfahrt zum Ausbau der erneuerbaren Energien nicht behindern.»
BWE-Präsident Hermann Albers erwiderte: «Unsere Branche hat die Brücke bereits überschritten. Wir haben keinen Bedarf an Brückentechnologien wie Laufzeitverlängerung und Kohlendioxid- Abscheidung aus alten Kohlekraftwerken.» Für 2020 rechne die Branche mit 55 000 Megawatt Windkraft-Leistung und damit 25 Prozent Anteil am Stromverbrauch. Die gesamte Öko-Energiewirtschaft - einschließlich Sonnen- und Wasserkraft - will bis dahin rund 47 Prozent erreichen.
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