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17.04.2012

Wie Wind zu Gas wird: Neue Broschüre zu Öko-Speichertechnik

Der weitere Ausbau von Windkraft und Photovoltaik macht künftig mehr Stromspeicherkapazitäten notwendig. Doch die für die Energiewende besonders wichtigen Langzeitspeicher gibt es bislang noch nicht. Eine neue Broschüre zeigt, wie mit der Technologie „Power-to-Gas“ das Problem behoben werden könnte.


Die Technik wandelt erneuerbaren Strom über das Zwischenprodukt Wasserstoff in Methan um und man kann damit große Ökostrommengen über lange Zeiträume in einer bereits vorhandenen Infrastruktur, nämlich dem Erdgasnetz, speichern. Eine neue Broschüre erklärt auf acht Seiten die Vorteile der neuen Technik, welche Dienstleistung Power-to-Gas für das Energiesystem übernehmen kann und vergleicht sie mit anderen bekannten Speichertechniken.

erneuerbares methan aus ökostrom q solar-fuel.netStrom wird künftig zu einem hohen Anteil aus erneuerbaren Quellen stammen. Die wetter- und saisonbedingten Schwankungen von Wind- oder Solarstrom müssen für die bedarfsgerechte Versorgung des Verbrauchers aber ausgeglichen werden. Dazu werden passende Speicherkapazitäten benötigt, denn schon heute gehen große Mengen Windstrom verloren, weil er das sensibel austarierte Stromnetz aus dem Gleichgewicht bringen würde. Damit gehen Überschüsse verloren, die bei Flauten fehlen.

Einen Ausgleich über Stunden bieten Batterien, eine Tageslänge kann etwa ein Pumpspeicherkraftwerk überbrücken. Eine Aufnahme überschüssigen Ökostroms über Tage und Wochen ist mit ihnen ökonomisch nicht umsetzbar oder die Speicherkapazitäten in Deutschland reichen nicht aus. Das ist aber bei einem hohen Anteil erneuerbarer Energien eine typische Anforderung an die Speicher der Zukunft: Über mehrere Tage einspeichern und über mehrere Wochen verbrauchen. Zudem verfügt Deutschland über ein flächendeckendes Erdgasnetz und damit über eine zweite Infrastruktur über das Stromnetz hinaus.

Saisonbedingte Schwankungen, mehrere Tage anhaltende Starkwinde oder wochenlange Flauten können künftig mit Power-to-Gas ausgeglichen werden. Das Methan kann aber auch zu Strom zurückverwandelt werden, als Kraftstoff in Gas- oder Wasserstoffautos Verwendung finden oder in der Industrie eingesetzt werden. Allerdings wird es wohl noch einige Jahre dauern, bis das System ausgereift und von den Kosten her konkurrenzfähig ist.

Damit ermöglicht die Technologie, an deren Serienreife derzeit SolarFuel und die Forschungspartner arbeiten, eine wichtige Dienstleistung für das Energiesystem: Strom- und Gasnetz arbeiten so zusammen, dass immer die gewünschte Energiemenge und -form ins jeweilige Netz geliefert wird, ohne dass unnötig größere Mengen an erneuerbarer Energie verloren gehen. So werden Stromüberschüsse verwertet, das Stromnetz stabilisiert und Spitzenlast nachhaltig gedeckt.

Die Broschüre kann unter www.solar-fuel.net, Rubrik Publikationen, herunter geladen werden.


© erneuerbares methan aus ökostrom q solar-fuel.net


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