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16.04.2013

Umfrage: Heimischer Biodiesel fast ausschließlich aus Rapsöl

Berlin - Biodiesel aus Deutschland wurde im vergangenen Jahr zu 84,7 Prozent aus Rapsöl hergestellt. Als Koppelprodukt entstanden dabei rund 3,2 Mio. Tonnen eiweißhaltiges Tierfuttermittel, was rund 37,6 Prozent des deutschen Verbrauchs darstellt. Abfälle wie Altspeise- und Tierfette bilden mit knapp über zehn Prozent die zweitgrößte Rohstoffbasis für den alternativen Kraftstoff. Die deutschen Biodieselproduzenten verwendeten kaum Soja – drei Prozent – und mit 1,6 Prozent praktisch kein Palmöl. Dies geht aus einer aktuellen Mitgliederbefragung des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) hervor.


E10-Kraftstoff Bild: pixelio / Gerd AltmannBiokraftstoffe hatten 2012 einen Anteil von 6,4 Prozent am gesamten deutschen Dieselmarkt. „Die deutschen Biodieselhersteller nutzen ganz überwiegend hierzulande, nachhaltig produzierte Rohstoffe. Sie leisten damit einen Beitrag zur heimischen Wertschöpfung und zur Einsparung fossiler Kraftstoffe“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). Insgesamt produzierten die deutschen Hersteller, die zum Teil nicht im VDB organisiert sind, im Jahr 2012 rund 2,6 Millionen Tonnen Biodiesel.

Biodiesel und Bioethanol sicherten im Jahr 2012 rund 23.000 Arbeitsplätze in Deutschland, wobei die gesamte Produktionskette vom Anbau des Rohstoffs bis zum fertigen Kraftstoff berücksichtigt wurde. Insgesamt sparten Biokraftstoffe nach vorläufigen Angaben des Bundesumweltministeriums im vergangenen Jahr etwa 4,7 Mio. Tonnen CO2-Emissionen ein. Aufgrund der Kaskadennutzung der Biomasse spart Biodiesel aus Abfällen im Vergleich zu fossilem Kraftstoff besonders viele Treibhausgasemissionen. Er stößt 83 Prozent weniger Treibhausgase aus als herkömmlicher Diesel.

Für Biokraftstoffe gilt zudem die Nachhaltigkeitsverordnung, wonach sie gemessen über den gesamten Produktionsprozess vom Ackerbau über die Düngung bis zur Herstellung des Kraftstoffes mindestens 35 Prozent weniger Treibhausgase emittieren müssen als fossiler Kraftstoff. Außerdem dürfen die Rohstoffe nicht von besonders schützenswerten Flächen stammen, wie zum Beispiel ehemaligen Regenwaldflächen oder Torfmooren.


Quelle: Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e. V.

© E10-Kraftstoff Bild: pixelio / Gerd Altmann


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