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17.06.2014

AEE: Energiepflanzen für Teller, Trog und Tank von heimischen Feldern

Berlin - Auf den Feldern wächst in diesen Tagen die Ernte des Jahres 2014 heran. Getreide und die Ölpflanze Raps sind dabei die wichtigsten Ackerpflanzen der deutschen Bauern. Für die Verbraucher in Deutschland sind die Feldfrüchte der Energielieferant Nummer eins: Sie sorgen für den Energienachschub des Menschen mit Kalorien, aber auch für seine Bedürfnisse rund um Haushalt, Technik und Mobilität. Denn die Energie vom Acker ist auch für die Erzeugung von Strom, Wärme und Kraftstoffen im Einsatz. Was dabei oft vergessen wird: Energiepflanzen wie Raps sorgen nicht nur für sauberen Kraftstoff im Tank, sondern zugleich auch für gesundes Futter aus heimischen Quellen im Trog von Kühen, Schweinen und Geflügel.

Bild Raps: pixelio.de / qb2008Wichtigste Energiepflanze für nachhaltige Mobilität ist in Deutschland nach wie vor der Raps. Er dient als Rohstoff für die Produktion von Pflanzenöl, das zu Biodiesel verarbeitet werden kann. Bis zu 7 Prozent Biodiesel dürfen im fossilen Diesel enthalten sein. In anderen Ländern, so in Frankreich, sind höhere Anteile möglich. Wenig bekannt ist auch: In den Ölmühlen wird aus der Rapssaat nur rund 40 Prozent Pflanzenöl gewonnen. Die verbleibenden 60 Prozent sind Rapsschrot. Dieser Eiweißträger ist ein wichtiges Futtermittel für Kühe, Schweine und Geflügel geworden. „Rund 2 Millionen Tonnen an Rapsschrot für Futtermittel können Deutschlands Tierhalter Jahr für Jahr nutzen, weil dieses Schrot als Koppelprodukt der Biodieselerzeugung anfällt. Dadurch sinkt der Importbedarf, denn Deutschland und die EU insgesamt sind stark von der Einfuhr von Soja für die Tierernährung abhängig“, betont der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), Philipp Vohrer. Doch nicht nur Ölpflanzen liefern Rohstoffe für Teller, Trog und Tank. Grundlage von Bioethanol, das dem Ottokraftstoff beigemischt werden kann, sind in Deutschland Energiegetreide und Zuckerrüben. Auch hier entstehen Koppelprodukte für die Tierernährung.

Energiewende auch auf die Straße bringen
Der Bedarf an Futtermitteln ist in Deutschland nach wie vor hoch, womit Koppelprodukte wie Rapsschrot ein wichtiger Rohstoff für die Tierhalter bleiben. Im globalen Maßstab hat der Fleischverzehr in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Weitere Steigerungen werden in Schwellen- und Entwicklungsländern erwartet. Das bedeutet: Für das Pflanzenöl müs¬sen Abnehmer auch außerhalb der klassischen Lebensmittel-Verwertungen gefunden werden. In Deutschland hat sich die Nutzung von Biokraftstoffen bewährt. Allerdings ist der Anteil von Biokraftstoffen am Kraftstoffverbrauch 2013 auch bedingt durch die politischen Rahmenbedingungen rückläufig gewesen. „Auf der Straße ist die Energiewende bisher kaum angekommen. Wir brauchen aber einen konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien auch im Verkehrssektor. Dazu sind nachhaltig erzeugte Biokraftstoffe ein wichtiger Baustein“, betont Vohrer.


Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien (AEE)

© Bild Raps: pixelio.de / qb2008


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