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08.03.2012

Klimabotschafter von 'Jugend denkt um.welt' machen sich schlau

Schulklasse aus Essen bei der Ausbildung zu Klimabotschaftern mit Stephan Schunkert (KlimAktiv) Bild: Josephine Koch /youthinkgreen.org„Jugend denkt um.welt" (www.youthinkgreen.org) heißt ein internationales Projekt, bei dem weltweit junge Menschen zu Klimabotschaftern ausgebildet werden. In diesem Zusammenhang trafen sich die deutschen Klimabotschafter Anfang März zu einem einwöchigen Workshop in Wolfsburg, denn Klimabotschafter brauchen Informationen zum Klimawandel und dies am besten im Austausch untereinander.

Stephan Schunkert, Klimaexperte und Geschäftsführer der gemeinnützigen KlimAktiv, war als Referent dabei. „Das sind sehr nette und äußerst motivierte junge Menschen, die von ebenso motivierten Erwachsenen begleitet werden", zeigt sich Schunkert beeindruckt und verspricht, sie weiterhin zu unterstützen.

Schulklasse aus Osnabrück bei der Ausbildung zu Klimabotschaftern mit Stephan Schunkert (KlimAktiv) Bild: Josephine Koch /youthinkgreen.orgNachfolgend geben die Klimabotschafter Anne-Sophie Risse, Anke Britta Schmidt und Laura Steven ihre Eindrücke wieder.

Im Rahmen des Projektes „jugend denkt um.welt", an dem rund 200 Jugendliche aus der ganzen Welt teilnehmen und zu KlimabotschafterInnen ausgebildet werden, gab es in der Zeit vom 5. bis zum 12. Februar 2012 einen nationalen Workshop in Wolfsburg für die deutschen Projektteilnehmer. Es ging dabei darum, das Rüstzeug für die große Rolle als Klimabotschafter zu erhalten.

Neben praktischer und kreativer Arbeiter suchten die Klimabotschafter den Dialog mit ausgewiesenen Experten. Eine der vielen interessanten Präsentationen war die von Dipl.-Ing. Stephan Schunkert. Er ist bei KlimAktiv geschäftsführender Gesellschafter und Produktmanager. Nach der Vorstellung seiner Person und KlimAktiv ging es los. Mit seinem Vortrag „Wege zur Erfassung und Reduzierung des CO2-Fußabdruckes", in dem er allen noch einmal deutlich vor Augen führte, wie wichtig es sei, zu handeln, um die Folgen des Klimawandels zu mindern, begeisterte er die Jugendlichen.

Durch anschauliche Darstellung stellte Schunkert verschiedene Klimaszenarien vor. Je nach Annahme der Emissions- Entwicklungen erhöhte sich die globale Durchschnittstemperatur unterschiedlich. Allerdings war in jedem Szenarium ein deutlicher Temperaturanstieg zu sehen, dieser führe unweigerlich zu Meeresspiegelanstiegen und stärkeren Naturkatastrophen, erklärte Stephan Schunkert. Diese Tatsache sei einer der wichtigsten Gründe, den Klimawandel zu stoppen. Diesen allerdings vollkommen zu stoppen, sei so gut wie unmöglich, da die Halbwertszeit von CO2 1000 Jahre betrage und somit selbst bei keinerlei Emissionen die Senkung der globalen Durchschnittstemperatur nicht mehr möglich sei.

Während des Vortrags kamen immer wieder Fragen aus dem Publikum. Stephan Schunkert beantwortete jede Frage und ging mit den Klimabotschaftern ins Detail: Um die Zielsetzung der 2°C Grenze zu erreichen, sei es wichtig, den CO2-Aussstoß zu verringern, denn die Atmosphäre vertrage „nur noch" 750 Mrd. Tonnen CO2. Schunkert stellte den CO2-Rechner vor, bei dem jeder Einzelne seinen ökologischen Fußabdruck ausrechnen lassen kann. Der Durchschnitt der CO2-Äquivalente eines Deutschen liegt zu Zeit bei elf Tonnen im Jahr. Zum Abschluss seiner gelungenen Präsentation erklärte er allen Zuhöreren, dass Klimaschutz seiner Meinung nach nicht zwingend Verzicht bedeuten müsse. Klimaschutz bedeute vielmehr Umdenken. Und mit diesem Appell beendete er seinen Vortrag unter dem Beifall der jungen KlimabotschafterInnen.

© Schulklasse aus Essen bei der Ausbildung zu Klimabotschaftern mit Stephan Schunkert (KlimAktiv) Bild: Josephine Koch /youthinkgreen.org

© Schulklasse aus Osnabrück bei der Ausbildung zu Klimabotschaftern mit Stephan Schunkert (KlimAktiv) Bild: Josephine Koch /youthinkgreen.org



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