Chinesische Autohersteller haben die westlichen Märkte in Europa und den USA ins Visier genommen. Besonders der Hype um Elektrofahrzeuge soll nach Plänen ihrer Konstrukteure zu Absatzsteigerungen beitragen.
Während Experten der Umweltschutzorganisation Greenpeace den Wirbel um Elektroautos als "Blödsinn" bezeichnen, will etwa Tianjin Qingyuan Electric Vehicle den Verkauf in Übersee gegenüber den Vorjahren um 50 Prozent nach oben schrauben. Darüber hinaus lockt der europäische Markt trotz - oder gerade wegen - der gewaltigen Branchenkrise.
Die Absatzflaute der Automobilindustrie hat im Vorjahr zu einem Umdenken geführt. Immer mehr Konstrukteure widmen Elektroautos und Hybriden eine höhere Aufmerksamkeit als bisher. US-amerikanische und europäische Hersteller haben in ihrer Modellpolitik zudem teilweise auf die höhere Nachfrage nach kleineren und sparsameren Fahrzeugen reagiert. Allerdings ist dieser Trend "nicht nachhaltig und momentan Ausdruck einer vorübergehenden rezessionsbedingten Änderung", meint Jürgen Pieper, Analyst bei Metzler Equities http://www.metzler.com , im Gespräch mit pressetext.
Der weithin prognostizierte Elektroauto-Boom steht aber erst vor seinem möglichen Beginn. Daher versucht Qingyuan, der erste chinesische Anbieter von Elektroautos auf dem US-Markt, die aktuell hohe grüne Welle im Autosektor zu reiten und sich rechtzeitig zu positionieren. Wie US-Medien unter Berufung auf Insider berichten, will das staatlich gestützte Unternehmen in den USA allein 2010 um 50 Prozent mehr Fahrzeuge verkaufen als in den vergangenen fünf Jahren zusammen. Allerdings komme es damit gerade einmal auf einen Absatz von 3.000 Stück.
Eine wachsende Anzahl chinesischer Mitwerber dränge mit ihrem Angebot zudem ebenfalls auf die westlichen Märkte. Schließlich sei das Potenzial für Elektroautos und Hybride in Europa und den USA angesichts von Klimazielen und strengeren Emissionsrichtlinien enorm, weshalb die Hersteller massiv in den Export investieren.
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