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BMW baut zunächst keine neue Wasserstoff-Flotte (07.12.2009)

München - BMW verzichtet im Wettlauf um Auto- Antriebstechniken der Zukunft zunächst auf den Bau einer neuen Wasserstoff-Flotte. «Es wird vorerst keine neue Wasserstoff- Testflotte geben», sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger dem «Handelsblatt» (Montag).


BMW«Wir arbeiten aber weiter an der Technik.» Ein Sprecher ergänzte auf Anfrage, Wasserstoff bleibe neben dem Elektroantrieb eine langfristige Alternative. «Wir forschen derzeit beispielsweise an einem Tank, aus dem sich Wasserstoff nicht so schnell verflüchtigt.» Eine neue Flotte bringe derzeit kaum neue Erkenntnisse. Die Antriebstechnik an sich laufe, wichtig sei vor allem die Frage der Speicherung des extrem flüchtigen Gases.

BMW arbeitet derzeit wie andere Hersteller auch mit Hochdruck an einem Elektroauto, um Klimaschutzvorgaben in der EU und den USA erfüllen zu können. BMW-Chef Norbert Reithofer fordert auf diesem Gebiet auch mehr staatliche Förderung. Die Münchner planen als erstes Modell unter dem Projektnamen «project i» ein viersitziges reines Elektro-Fahrzeug, das in der ersten Hälfte des nächsten Jahrzehnts auf den Markt kommen soll.

Seit Jahrzehnten forschen Autohersteller an der Wasserstofftechnik, um das umweltbelastende Benzin ersetzen zu können. Die deutschen Autobauer verfolgen derzeit verschiedene Wege in die grüne Zukunft. Während Daimler und Volkswagen auf die Brennstoffzelle setzen, also Wasserstoff in Strom umwandeln, verbrennt BMW das Gas in herkömmlichen Motoren. Bislang gibt es aber nicht mehr als Testflotten und eine Handvoll Tankstellen.

Am Montag informierte BMW auch über seine Absatzzahlen in China für den November. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg dort die Zahl der verkauften Autos der Marken BMW und Mini um knapp 40 Prozent auf 8470. In den ersten elf Monaten waren es insgesamt 80 422 verkaufte Fahrzeuge und damit 37 Prozent mehr als im Vorjahr. Angesichts der schwächelnden Märkte in den USA und Europa wird der Markt in Fernost damit zunehmend wichtiger für die Münchner. Nach Deutschland, den USA und Großbritannien ist China mittlerweile der viertgrößte Absatzmarkt für BMW. Die weltweiten Verkaufszahlen will BMW an diesem Dienstag vorlegen.


Quelle: dpa


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