Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Quelle: ergonoMedia/photocase.com und sepphuberbauer/photocase.com

17.09.2012

Altmaier: Bundesländer sollen Windenergieausbau drosseln

Berlin - Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat die Bundesländer angehalten, das Tempo ihres Windenergieausbaus zu drosseln. Der Bau von Windrädern müsse auf ein «vernünftiges Maß» zurückgeführt werden - auch mit Rücksicht auf den Naturschutz, sagte der CDU-Politiker am Montagmorgen im ZDF-«Morgenmagazin».

Bild: BMU/Thomas Trutschel/photothek.netIn den Ausbauplänen der Bundesländer sei etwa 60 Prozent mehr Windenergie vorgesehen als nötig, um die Energiewende zu schaffen.

«Ich plädiere dafür, die Kirche im Dorf und auch die Bäume im Wald zu belassen», sagte Altmaier. Das bedeute nicht, dass in den Wäldern der Mittelgebirge keine Windräder gebaut werden sollten. Aber der Windenergieausbau müsse auf einen Zeitraum von 40 Jahren verteilt werden. Für die Energiewende hat sich die Regierung vorgenommen, bis zum Jahr 2020 insgesamt 35 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu erzeugen.

Für Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie, zeugen die Aussagen von Bundesumweltminister Peter Altmaier von einer kompletten Fehleinschätzung der Lage der Windenergie in Deutschland. Albers: "Unsere Zahlen belegen, dass es in Deutschland keinen massiven Zubau von Windenergieanlagen gibt. Im Gegenteil: In den vergangenen Jahren wurde zwischen 1500 und 2000 Megawatt pro Jahr zugebaut." Zum Vergleich zieht Albers die Jahre 2001 und 2002 heran:  "Im Jahr 2001 hatte wir einen Zubau von etwa 2700 Megawatt und im Jahr 2002 sogar von etwa 3200 Megawatt,", so Albers weiter und er kritisiert: "Da der Bundesumweltminister ganz offensichtlich den realen Zubau nicht kritisieren kann, greift er Länderziele an."

Der Verband begrüße, dass die Länder den Ausbau der Windenergie vorantreiben wollen. Albers: "Umso erstaunlicher ist, dass Peter Altmaier im ZDF Morgenmagazin davon spricht, dass diese Ziele 60 Prozent über dem liegen, was wir bräuchten um die Energiewende zu schaffen. Das kann nur bedeuten, dass für den Bundesumweltminister bei einem Anteil von 35 Prozent Erneuerbare Energien bereits die Energiewende geschafft ist."

Die Bundesregierung muss in den Augen des Verbandes jetzt endlich Klarheit darüber schaffen, was sie will. Sie könne nicht auf der einen Seite so tun als wenn sie die Energiewende voranbringen will und zum anderen dafür sorgen, dass der Zubau gerade der zuverlässigsten und kostengünstigsten Erzeugungsart unter den Erneuerbaren - der Windenergie an Land - ausgebremst wird.

Nicht redlich sei dabei auch der Versuch, Naturschutz und Klimaschutz gegeneinander auszuspielen. "Die verantwortlichen Akteure beider Bereiche wissen, dass beides einander bedingt. Daher gibt es schon seit langem eine intensive Zusammenarbeit zwischen Windbranche und Naturschutzverbänden," betont der Präsident.

 


Quelle: dpa / zü

© Bild: BMU/Thomas Trutschel/photothek.net



Heute

27.-28.06.2013 eMobility Summit

Bessere Aussichten für Solarenergie durch trockengekühlte Energieerzeugung

WWF fordert Vorfahrt für die Elektromobilität

IEA: Kosten der Energiewende begrenzen und fair verteilen

Der lange Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft

Familien verbrauchen immer mehr Strom für Unterhaltungselektronik

23.05.2013

Klimawandel schreitet langsam, aber stetig voran

Umfrage: Unternehmen unterschätzen das Potenzial des Pkw-Labels

Fraunhofer-Institut entwickelt Solarzelle mit 43,6 Prozent Wirkungsgrad

Energieunternehmen fordern Politik zum Handeln auf

Kretschmann lobt Energiewende als ökonomisches Erfolgsmodell

Wachstum oder Klimaschutz - EU-Vorstöße in der Energiepolitik

Chinas Solarhersteller werfen EU Protektionismus vor

22.05.2013

Österreichs Grüne kritisieren Novellierung des Klimaschutzgesetzes

01.-02.06 2013: Umweltfestival in Berlin

EU-Parlament will verpflichtenden Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix ab 2030

VCD und DUH werfen Autoherstellern vor bei Klimaanlagen zu tricksen

21.05.2013

BDEW: Europäischer Energiebinnenmarkt darf nicht durch nationale Alleingänge konterkariert werden

Kretschmann ermutigt Japan zur Energiewende

Studie: CCS-Technologie könnte kosteneffektiv werden

Deutsche Post startet Einsatz von CO2-freien Zustellfahrzeugen

Kongo plant größtes Wasserkraftwerk der Welt - Baubeginn 2015

Bericht: Autobranche bittet im Klimaschutz-Streit Kanzlerin um Hilfe

17.05.2013

youthinkgreen-Mitglieder übergeben "Tree of Hope" an Bundesumweltminister Altmaier

Vulkane sorgen für Klimagas-Schwankungen

Bundesverband Solarwirtschaft zeigt mehr Einsatz für Solarstom-Speicher

Windenergiereport 2012: Branche wächst weiter

Meeresspiegel: Ein Drittel des Anstiegs kommt aktuell von Gletschern

Gipfelthemen zur EU-Energiepolitik

Bundestag kippt Verbot von Nachtspeicheröfen


UNESCO Bildung für nachhaltige Entwicklung UNESCO Projekt: endlich-handeln