Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Quelle: ergonoMedia/photocase.com und sepphuberbauer/photocase.com

18.05.2012

FTD: E.ON möchte Gaskraftwerke schließen - stattdessen Kohlekraftwerke?

Hamburg - Der Energieriese E.ON will einem Pressebericht zufolge aus Kostengründen drei ältere Gaskraftwerke in Deutschland mit der Gesamtleistung eines Atommeilers schließen. E.ON wolle 2013 die Blöcke Irsching 3 in Bayern und Staudinger 4 in Hessen sowie 2014 Franken 1 in Nürnberg dichtmachen, berichtete die "Financial Times Deutschland" (FTD) am Montag.

Die Gesamtkapazität der Anlagen, deren Betrieb unwirtschaftlich geworden sein soll, betrage 1.420 Megawatt. Die Schließungsabsicht sei der Bundesnetzagentur angekündigt worden. Die Bundesnetzagentur hält jedoch weitere Kraftwerksstilllegungen insbesondere im Süden Deutschlands mit Blick auf den kommenden Winter für nicht vertretbar. Das hatte die Behörde vor einer Woche deutlich gemacht.

Hintergrund ist die Sorge um die Versorgungssicherheit bei Strom. Kraftwerksbetreiber hatten der Behörde bei deren Abfrage über die Entwicklung der Erzeugungskapazitäten auch in Süddeutschland umfangreiche Stilllegungen mitgeteilt, allerdings ohne Details. Sollten die Überlegungen Realität werden, müsste nach Ansicht der Behörde für eine stabile Stromversorgung im nächsten Winter eine wesentlich größere Reserve an Kraftwerkskapazität vorgehalten werden. Sie müsste um fast einem Drittel auf 2.150 Megawatt erhöht werden.

Als "Stück aus dem Tollhaus" bezeichnet die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die bekannt gewordene Absicht von E.ON, am Standort Großkrotzenburg (Staudinger 4) das Gaskraftwerk abschalten zu wollen. "Nicht die Abschaltung des Gaskraftwerks steht auf der Tagesordnung, sondern die Aufgabe der Neubaupläne des Kohleblocks 6. Aber der Klimaschutz ist E.ON offensichtlich völlig egal", kritisiert die energiepolitische Sprecherin der GRÜNEN, Ursula Hammann. DIE GRÜNEN verweisen darauf, dass Gaskraftwerke effizienter und weniger umweltbelastend sind als Kohlekraftwerke.

Obwohl Kohlekraftwerke nachweislich die größeren Klimasünder seien, halte E.ON am Bau eines neuen Kohlekraftwerks in Großkrotzenburg fest. "Gerade die jüngsten Erkenntnisse des Club of Rome zur fortschreitenden Erderwärmung müssten E.ON eines Besseren belehren. Wir brauchen Gaskraftwerke zur Unterstützung des Ausbaus der erneuerbaren Energien und nicht deren Abschaltung. Wir fordern den Energieriesen auf, von seinem Vorhaben abzulassen", so Ursula Hammann.

Das bayerische Wirtschaftsministerium wollte der Zeitung zu einzelnen Kraftwerken nichts sagen, habe aber drohende Schließungen bestätigt. "Das ist eine sehr ernste Entwicklung, da sich in Süddeutschland ohnehin ein Kapazitätsproblem stellt", zitierte die Zeitung Gerd von Laffert, Energieexperte des Landesministeriums.

Der Geschäftsführer Martin Richard Kristek der mk-group Holding GmbH (Care-Energy) zeigte sich besorgt: "Ich bin enttäuscht, dass ökologisch wertvolle Gas-Kraftwerke, welche zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit unseres Landes notwendig sind, offensichtlich Sparmaßnahmen zum Opfer fallen sollen. Wir als Care-Energy könnten uns sehr gut vorstellen, die gesamte Produktionsleistung der beschrieben Gaskraftwerke abzunehmen und so notwendig auch die marktkonforme Gasbelieferung sicherzustellen, also die Gaskraftwerke in ihrem Bestand zu sichern. Damit wäre für den Betreiber E.ON eine wirtschaftliche Lösung gewährleistet. Care-Energy steht für solche Gespräche jederzeit zur Verfügung."


Quelle: Energy TV24 GmbH & Co.KG



17.04.2014

Brazil Kicks Off Carbon Neutral Goal for FIFA World Cup

Österreichischer Umweltminister Rupprechter fordert Mobilitätswende für Europa

Kirchen betreiben in Deutschland bereits rund 2.000 Solaranlagen

Sachsen-Anhalt erlaubt Behörden Kauf von teuren Öko-Autos

Union setzt Ministerin Hendricks beim Klimaschutz unter Druck

16.04.2014

Braunkohleverstromung: Milliardengewinne auf Kosten des Klimas

Schweizer Bundesrat will Kyoto-Verpflichtung weiterführen

Intelligente Energie: 20 Elektroautos mit SchwarmStrom starten Flottenversuch in Berlin

Polen wegen Nichteinhaltung der EU-Rechtsvorschriften über fluorierte Treibhausgase verklagt

Das energieeffiziente Büro:Trends zum Stromsparen am Arbeitsplatz

Studie unterstreicht Nutzen von Pumpspeicherwerken für Energiewende

15.04.2014

UBA-Studie: ''Treibhausgasneutrales Deutschland im Jahr 2050''

Neue Broschüre der EnergieAgentur.NRW: ''Klimaneutrale Veranstaltungen''

Veränderungen in der Landnutzung bewirken Erwärmung der Erdoberfläche

Zweiter Monitoring-Bericht ''Energie der Zukunft''

Geschäftsführerin der EU-Klimapartnerschaft: Privater, öffentlicher und akademischer Sektor können dem Klimawandel gemeinsam die Stirn bieten

Gabriel beklagt mangelnde weltweite Zusammenarbeit beim Klimaschutz

14.04.2014

Auch Chemiker sehen sich in der Pflicht auf den Klimawandel zu reagieren

Schottische Unabhängigkeit beeinträchtigt Energiesektor


Carbon Tracker warnt vor Bedrohung der Finanzmärkte durch CO2-Blase in Bilanzen

Germanwatch und Brot für die Welt zum neuen IPCC-Bericht

Wegziehen oder Aufschütten? Malediven kämpfen gegen den Untergang

Branche für Minderung des Stromverbrauchs von Kaffeemaschinen

13.04.2014

Kostet nicht die Welt: Wissenschaft rechnet Klimaschutz vor


UNESCO Bildung für nachhaltige Entwicklung UNESCO Projekt: endlich-handeln