Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Quelle: ergonoMedia/photocase.com und sepphuberbauer/photocase.com

11.05.2012

Bundestag lehnt strenge Auflagen für Gasförderung ab

Berlin - SPD und Grüne sind im Bundestag mit Anträgen gescheitert, umgehend strenge Auflagen für die Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten festzulegen. Mit der Mehrheit von Union und FDP wurde dies am Donnerstagabend abgelehnt.

Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium wollen zunächst durch Studien abklären lassen, wie groß die Gefahr etwa für das Trinkwasser ist, wenn das Gestein mit Hilfe eines Chemikalieneinsatzes aufgebrochen wird, damit das Gas entweichen kann. Die Linkspartei wollte ein generelles Verbot dieser Fördermethode und scheiterten damit ebenfalls.

Grafik: epa/KlimaktivBundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will, dass bis zur Klärung aller Risiken keine weiteren Genehmigungen erteilt werden. Durch Fracking erzeugtes Gas ist laut Umweltbundesamt deutlicher klimaschädlicher als konventionelles Erdgas und als Erdöl. Angesichts sinkender Reserven ist die Ausbeutung des Gases aus tiefen Gesteinsschichten ein Milliardengeschäft.

Schiefergasförderung kommt vor allem in den USA zum Einsatz und ist dort höchst umstritten. Auch in Deutschland regt sich zunehmend Widerstand unter der Bevölkerung. In Österreich waren die Pläne, im niederösterreichischen Weinviertel Schiefergas zu fördern, nach massiven Bürgerprotesten Anfang März auf Eis gelegt worden.


© Grafik: epa/Klimaktiv



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