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Quelle: ergonoMedia/photocase.com und sepphuberbauer/photocase.com

07.05.2012

Chef Bundesnetzagentur: Netzausbau verzögert sich

Jochen Homann, seit März 2012 Präsident der Bundesnetzagentur, gab anlässlich der Vorstellung des Jahresberichtes am 4. Mai 2012 einen Überblick über den Stand des Netzausbaus. Seine Bilanz: Von 1834 km Leitungen sind knapp zwölf Prozent realisiert und weniger als 100 km in Betrieb genommen. Der aktuelle Stand des Ausbaus kann ab sofort online abgerufen werden.


Von den restlichen Vorhaben, so Homan, mussten die Fahrpläne teilweise erneut um ein oder gar zwei Jahre nach hinten korrigiert werden. Homann: "Für die Energiewende ist dies eine Besorgnis erregende Nachricht. Alle Beteiligten – Netzbetreiber und Planungsbehörden der Länder – sollten deshalb die Anstrengungen erhöhen und weitere Verzögerungen vermeiden", appellierte Homann.

Bild: Webfishbone CC3.0Steigende Netzkosten unvermeidlich

Der von der Politik geforderte beschleunigte Ausbau von Infrastrukturen – z. B. Strom- und Gasnetze sowie die Breitbandversorgung – verlange attraktive Investitionsbedingungen und sei nicht kostenlos zu haben, so der Behördenchef. "Schon zu Jahresbeginn hatten wir deshalb darauf hingewiesen, dass steigende Netzkosten angesichts des Investitionsbedarfs unvermeidlich sein werden. Gleichwohl werden wir weiterhin alles daran setzen, dass die Kosteneffizienz gewahrt bleibt"", stellte Homann fest.

Netzentwicklungsplan bis 3. Juni 2012

Zurzeit erarbeiten die Übertragungsnetzbetreiber den Entwurf eines Netzentwicklungsplans. Dieser soll Klarheit darüber verschaffen, wie viele Leitungen in den kommenden Jahren über die 1.800 km nach EnLAG hinaus benötigt werden. Der Netzentwicklungsplan soll spätestens am 3. Juni 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt und dann mit ihr diskutiert werden. Die Bundesnetzagentur wird den Plan anschließend nach energiewirtschaftlichem Bedarf und netztechnischen Kriterien prüfen und ggf. Änderungen verlangen.

Homann: Netzsituation gibt keinen Anlass zu Entwarnung

Zur Netzsituation und zur Lage auf den Strom- und Gasmärkten im vergangenen Winter wird die Bundesnetzagentur in den nächsten Tagen einen Bericht vorlegen. ""Die zentrale Botschaft wird lauten: Es gibt keinen Anlass zur Entwarnung. Allein drei Mal musste zwischen Dezember 2011 und März 2012 auf die sog. Kaltreserve zurückgegriffen werden, um das Stromnetz stabil zu halten. Auch die Zahl der Eingriffe der Netzbetreiber in Netze und Erzeugung hat deutlich zugenommen"", beschrieb Homann die aktuelle Lage im Stromnetz.

Aktuelle Informationen zum Netzausbau online

Ab sofort kann auf der Internetseite der Bundesnetzagentur der aktuelle Stand beim Ausbau der Stromnetze abgerufen werden. Alle Leitungsprojekte, die der Gesetzgeber im sog. Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) für vordringlich erklärt hat, sind in ihrem jeweiligen Projektzustand in Karten und Tabellen dargestellt. Die regelmäßige Aktualisierung dieser Informationen ermöglicht es, Fortschritte und Rückschläge zu verfolgen.


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