Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Quelle: ergonoMedia/photocase.com und sepphuberbauer/photocase.com

30.03.2012

Neuer EnBW-Chef Mastiaux soll die Wende schaffen

Karlsruhe - Wende beim drittgrößten deutschen Stromkonzern: Nach dem Atomfreund Hans-Peter Villis kommt ein Ökostrom-Experte auf den EnBW-Chefsessel. Der bisherige Eon-Manager Frank Mastiaux wechselt zum 1. Oktober von Düssseldorf nach Karlsruhe.

Auf den 48-Jährigen wartet keine leichte Aufgabe: Der durch den Atomausstieg stark ins Schlingern geratene Konzern braucht dringend neue Ideen für die vielbeschworene Energiewende - und nach einem Verlust von knapp 870 Millionen Euro im vergangenen Jahr wieder schwarze Zahlen.

Bild: EnBWDer 48-jährige promovierte Chemiker ist zwar von einigen Medien auch schon durchaus als «Atomfreund» und Verfechter konservativer Energien bezeichnet worden: Vor seiner Arbeit bei Eon war Mastiaux viele Jahre bei BP in der Öl- und Gassparte tätig. Inzwischen hat sich Mastiaux nach Ansicht von Experten aber zum ausgewiesenen Fachmann für erneuerbare Energien gemausert.

Seit 2007 baute er bei Eon die Sparte Ökostrom und Erneuerbare Energien mit auf und realisierte weltweit viele Windkraft-, Solar- und Biomasse-Projekte. Er arbeitete unter anderem in London, Asien, Südamerika und dem Nahen Osten. Englisch soll er mindestens so gerne wie Deutsch sprechen. Nun wird er sich an die süddeutsche Mundart gewöhnen müssen.

Auf Mastiaux warten bei EnBW große Herausforderungen. Weder ist dem Unternehmen bislang der Einstieg ins Gasgeschäft gelungen, noch ist derzeit ein Weg aus den wegen des Atommausstiegs tiefroten Zahlen des Konzerns in Sicht. Außerdem ist die EnBW in juristische Auseinandersetzungen verwickelt: Sie will von einem russischen Lobbyisten rund 120 Millionen Euro zurück. Wofür das Geld floss, ist unklar. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft Mannheim Vorermittlungen gegen EnBW aufgenommen - wegen des Anfangsverdachts der Untreue und Steuerhinterziehung.

Mit seinem Einstieg bei EnBW übernimmt Mastiaux zudem ein Unternehmen, das stark politisch dominiert ist: Großaktionär mit knapp 46,6 Prozent ist zum einen der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke OEW, ein Zusammenschluss mehrheitlich CDU-regierter Kommunen. Gleichberechtigter zweiter Großaktionär ist das Land, dessen grün-rote Regierung die Kursänderung des Konzerns in Richtung Energiewende massiv einfordert und die Arbeit von Mastiaux genau beobachten wird.

Mastiaux folgt auf Hans-Peter Villis, der das Unternehmen seit Oktober 2007 geleitet hatte. Die grün-rote Regierung in Baden-Württemberg hatte dem als Verfechter der Atomenergie geltenden Villis zuletzt nicht mehr zugetraut, den atomlastigen Konzern in Richtung erneuerbare Energien umzustrukturieren. Zwar hat der Noch-EnBW-Chef schon länger einen Kurswechsel vorgenommen. Doch nach immer lauterer rot-grüner Kritik kündigte er im Dezember vergangenen Jahres an, seinen Vertrag nicht mehr zu verlängern.

Der neue EnBW-Chef soll auf der EnBW-Hauptversammlung am 26. April offiziell berufen werden.


Von Anika von Greve-Dierfeld, dpa

© Bild: EnBW



23.04.2014

Energetische Sanierung an niedersächsischen Hochschulen startet

''Teurer Spaß'' - Gabriel auf der Pekinger Automesse

Frühling und Sommer sind die beste Zeit für energetische Modernisierungen

Neues zum 1. Mai beim Energieausweis für Gebäude

Merkel prüft Tusk Vorschläge zu europäischer Energieunion

22.04.2014

Re-Co-Forschungsprojekt zeigt Energieeffizienzpotenziale auf

Agora Energiewende: Erneuerbare sind preiswerter als Atomstrom

AEE: Erneuerbare Energien stärken den Wirtschaftsstandort Deutschland

«Focus»: Bundesrechnungshof für Auflösung des Klimafonds

China setzt auf deutsche Hilfe beim Energiesparen

Apple betont Fortschritte beim Umweltschutz

17.04.2014

Brazil Kicks Off Carbon Neutral Goal for FIFA World Cup

Österreichischer Umweltminister Rupprechter fordert Mobilitätswende für Europa

Kirchen betreiben in Deutschland bereits rund 2.000 Solaranlagen

Sachsen-Anhalt erlaubt Behörden Kauf von teuren Öko-Autos

Union setzt Ministerin Hendricks beim Klimaschutz unter Druck


UNESCO Bildung für nachhaltige Entwicklung UNESCO Projekt: endlich-handeln