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06.04.2010

Straßenbeleuchtung immer noch 'dunkles Kapitel' mit hohem Einsparpotential

Bild: Pixelio/seedo"Die Beleuchtung ist ein Paradebeispiel für die Veränderungen der technischen Rahmenbedingungen. Der Sanierungsbedarf in praktisch allen Bereichen der Beleuchtung ist immens", erklärt Dipl.-Ing. Heinz-Jürgen Schütz von der EnergieAgentur.NRW. Nach Schätzungen des Fachverbandes Licht werden in 50 Prozent der deutschen Kommunen noch Straßenbeleuchtungen betrieben, die auf dem technischen Stand der 1960er Jahre sind. Nur drei Prozent der Effizienz-"Oldtimer" würden jährlich ersetzt, so Schütz. Das deutschlandweite Einsparpotential wird auf 2,7 Milliarden kWh, bzw. rund 400 Millionen Euro geschätzt.

Der museale Charme mancher Städte wird spätestens dann problematisch, wenn die ineffiziente Beleuchtung zum Sicherheitsrisiko für den nächtlichen Straßenverkehr wird. "Dabei sind Alternativen technisch ausgereift und im Einsatz bewährt", erklärt der Ingenieur von der EnergieAgentur.NRW. So werden zum Beispiel in Ostwestfalen inzwischen an mehreren Standorten in Pilotprojekten Lumineszens- oder Leuchtdioden (LED) zur Straßenbeleuchtung eingesetzt. Schütz: "Vor allem die klamme Haushaltslage hält bereits viele Kommunen davon ab, die ökonomische und technische Durchführbarkeit zu prüfen."

Bild: Pixelio/gabischMit der Tagung "Moderne Stadtbeleuchtung für NRW" am Mittwoch, 28. April 2010, im Ravensberger Park / Alte Hechelei in Bielefeld will die EnergieAgentur.NRW für besseres Licht auf nordrhein-westfälischen Straßen sorgen. Vor Vertretern aus Städten und Gemeinden der Region geht es um die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen für zeitgemäße Lösungen. Zudem gehören angesichts knapper kommunaler Haushalte alternative Finanzierungsmodelle wie Contracting und PublicPrivatePartnerships zu den Themenschwerpunkten.

Die Veranstaltung wird begeleitet von einer Ausstellung, auf der technische Lösungen sowie Dienstleistungen rund um die Straßenbeleuchtung vorgestellt werden. Die Tagung am 28. April beginnt um 10 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.

Im Herbst 2010 ist eine weitere Veranstaltung zu diesem Thema im Rheinland geplant.

Weitere Infos telefonisch bei Dipl.-Ing. Heinz-Jürgen Schütz, 0202 / 245 52 - 32, oder per Mail an schuetz@energieagentur.nrw.de.


Quelle: Energieagentur NRW


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