Leipzig - Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat sich für weltweit verbindliche Klimaziele bei Luftverkehrs- und Auto-Emissionen eingesetzt. Das an diesem Mittwoch in Leipzig beginnende Weltverkehrsforum biete eine hervorragende Plattform für eine offene und notfalls auch kontroverse Debatte, sagte Tiefensee am Dienstag laut Mitteilung.
International gingen die Meinungen zwar noch sehr weit auseinander, über das Ziel bestünde jedoch Einigkeit, betonte Tiefensee. «Wir wollen eine Mobilität, die weder unsere Umwelt, noch unsere Lebensqualität zerstört und dabei bezahlbar bleibt.» Von Mittwoch bis Freitag beraten Verkehrsminister, Wirtschaftsvertreter und Wissenschaftler aus über 50 Staaten über Schwerpunktthemen wie moderne Technologien, aber auch über politische Lösungen wie etwa fiskalische Maßnahmen oder verbesserte Mobilitäts- und Logistikkonzepte.
Das Weltverkehrsforum soll es künftig jährlich in Leipzig geben. Das globale Treffen ist Nachfolger der Europäischen Verkehrsministerkonferenz. Der Chef des Weltverkehrsforums (International Transport Forum/ITF), Jack Short, erwartet von dem Treffen neue Impulse für Strategien gegen die drohende Klimakatastrophe. Für verbindliche Beschlüsse zur Reduzierung der Emissionen und zu Klimaschutzzielen des Verkehrssektors sei die dreitägige Konferenz aber nicht der geeignete Ort, sagte Short in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Dazu seien die Voraussetzungen in den einzelnen Ländern zu unterschiedlich. «Aber wir wollen gemeinsame Prinzipien festlegen, wie wir mit dem Problem fertig werden», sagte Short.
Nach den Angaben der Industrieländer-Organisation OECD, zu der das ITF gehört, hat der Verkehrssektor einen Anteil von 23 Prozent an den weltweiten CO2-Emissionen. Mit Blick auf die aktuelle Debatte in Deutschland bezeichnete Short eine auf CO2-Emissionen basierende Kfz- Steuer als ein sinnvolles Instrument.
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