Der Energieversorger Vattenfall plant, den Anteil von Biomasse an der Energieerzeugung konzernweit zu erhöhen. Dr. Rainer Schubach, Generalbevollmächtigter der Vattenfall Europe AG: „Biomasse ermöglicht als nachwachsende Energiequelle die klimaneutrale Erzeugung von Wärme und Strom. Damit ist dieser Energieträger ein wichtiger Baustein auf dem Weg, die Klimaziele der Stadt Hamburg zu erreichen.“ Auch für die Strategie des Unternehmens, bis 2050 Strom und Wärme CO2-neutral zu produzieren, ist Biomasse ein wichtiger Aspekt.
In Hamburg plant Vattenfall, am Standort Haferweg in Altona ein Biomasse-Heizkraftwerk zu errichten. Die Anlage soll voraussichtlich ab 2012 in Kraft-Wärme-Kopplung 17 MW Wärme- und 5 MW elektrische Leistung erbringen. Als Brennstoff werden jährlich rund 76.000 Tonnen Hackschnitzel aus naturbelassenem Holz genutzt. Mit der erzeugten Fernwärme können mehr als 13.000 Wohneinheiten versorgt werden.
Den Antrag auf Errichtung und Betrieb der Anlage nach Bundesimmissionsschutzgesetz wird Vattenfall voraussichtlich in der kommenden Woche bei der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt einreichen. In Hamburg betreibt Vattenfall auf dem Gelände der Müllverwertung Borsigstraße bereits seit 2005 ein Biomasse-Kraftwerk mit 20 MW Stromleistung. Dort wird Altholz umweltgerecht und CO2-neutral in Energie umgewandelt. Vattenfall setzt unternehmensweit verbindliche Kriterien für den Einsatz von Biomasse, um die Nachhaltigkeit bei dieser Art der Energieerzeugung sicherzustellen. Dazu gehört eine positive Klimabilanz bei der Nutzung von Biomasse einschließlich der Transportwege, die Nachhaltigkeit der Biomasse-Beschaffung und der Einsatz von Biobrennstoffen, die nicht im Konflikt mit der Nahrungsmittelproduktion stehen.
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