




Geothermie - unerschöpfliche Energiequelle aus dem Erdinneren
Geothermie bzw. Erdwärme ist die Wärme, die vom schmelzflüssigen Kern des Erdinnern an die Ober- fläche dringt und dabei im oberen Teil der Erdkruste, u. a. in Thermal- wasser, gespeichert wird. Dabei ist Erdwärme schon lange bekannt und wird vermutlich bereits seit über 10.000 Jahren genutzt. Die popu- lärste Anwendung in der Geschichte fand sie wohl in den Thermalbädern des Römischen Reiches. Doch es dauerte zwei Jahrtausende, bis man das Potenzial dieser nahezu uner- schöpflichen Energiequelle erkannte und damit begann, Verfahren zu ent- wickeln, diese effizient zu nutzen.
Thermalwasser - Wärme, die aus der Tiefe kommt
Heute weiß man, dass man mit den in unserer Erde vorhandenen Vorräten den weltweiten Energiebedarf theoretisch für über 100 000 Jahre decken könnte. Die Geothermie wird somit zu den regenerativen Energien gezählt, obwohl sie streng genommen nicht „erneuerbar" ist.
Nutzungsformen der Geothermie
In erster Linie wird Geothermie zum Beheizen von Gebäuden, aber auch für industrielle und landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Als Folge von weltweit knapper werdenden Erdöl- und Erdgasressourcen und einem wachsenden ökologischen Bewusstsein hat man in jüngster Zeit auch Verfahren entwickelt, Geothermie darüber hinaus zur Erzeugung von Strom zu nutzen. Hier liegt ein immenses Potenzial für die Sicherung der zukünftigen Energieversorgung. Schließlich ist noch, wie bereits oben erwähnt, die wohl älteste und bekannteste Nutzungsform der Erdwärme in Thermal- oder Heilbädern zu nennen.
Quelle: Geothermie-Unterhaching
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