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27.08.2009

Stadtwerke-Verbund beteiligt sich an Offshore-Windpark - Tübingen ist dabei

„Wir wagen uns auf hohe See“, erklärte Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer zu dem geplanten Vorhaben, „weil wir das Klima schützen und die Eigenständigkeit der Stadtwerke sichern wollen."

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer Bild: Stadt TübingenTübingen beteiligt sich am ersten kommerziellen Offshore-Windpark, der von einer Stadtwerke-Kooperation in Deutschland errichtet und betrieben wird. Der neue Verbund investiert rund 1,4 Milliarden Euro in die Windkraftanlage in der Nordsee vor der Küste der Insel Borkum. Der Offshore-Windpark wird rund 1,7 Terrawattstunden Strom pro Jahr erzeugen.

"Noch vor den Großkonzernen werden wir einen Windpark bauen, der die Leistung eines kleinen Atomkraftwerks hat. Ich werbe dafür, dass noch viele weitere Stadtwerke mit uns in diese saubere Zukunft der Energieversorgung aufbrechen", sagte Oberbürgermeister Boris Palmer. Der geplante Offshore-Windpark „Bard Offshore 1“ mit einer installierten Leistung von insgesamt 400 Megawatt erstreckt sich 90 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum, in der deutschen Nordsee, auf einem Areal von 60 km². Der Offshore-Windpark wird ca. 1,7 Terawattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Dies entspricht einem Strombedarf von ca. 400.000 Haushalten.

Offshore-Windanlage Bild: Pixelio/did01Entwickelt und schlüsselfertig errichtet wird das Projekt von der Firma BARD Engineering GmbH aus Emden. Zu den Besonderheiten des Turnkey-Projektes zählen ein eigenes Errichter- und ein eigenes Wartungsschiff der Firma BARD. Dank dieser hochmodernen, speziell auf die Anlage ausgerichteten Infrastruktur kann eine sehr hohe Verfügbarkeit während der zwanzigjährigen Laufzeit gewährleistet werden. Auch der Betrieb der Anlage wird von BARD übernommen.

Auftraggeberin ist die SüdWestStrom Windpark GmbH & Co KG, die am 12. August 2009 gegründet wurde. Zu den Gründungsgesellschaftern gehören neben den Stadtwerken Tübingen und Mühlacker auch die Kommunen bzw. Stadtwerke Hermaringen, Wendelstein, GGEW Bergstraße, Liechtensteinische Kraftwerke, Aalen, Altensteig, Bretten, Goch, Heidenheim, Pfullendorf, Rotenburg (Wümme), Schussental, Überlandwerk Eppler. Auch die Stadtwerke Aalen sind der Windpark GmbH inzwischen beigetreten, weitere werden folgen.

Die Kaufvertragsverhandlungen mit der BARD Engineering GmbH für das Kraftwerksprojekt mit einem Investitionsvolumen von ca. 1,3-1,7 Milliarden Euro sind weit fortgeschritten. Die notwendigen Kreditmittel werden von der Bankengruppe Unicredit zur Verfügung gestellt. Somit ist die Fremdkapitalfinanzierung gesichert.

Der Baubeginn für das Kraftwerk auf See ist für Herbst 2009 vorgesehen. Mit der Inbetriebnahme wird Mitte 2011 gerechnet.


Quelle: Stadt Tübingen


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