klimAktiv.de
Co2-Rechner

Sie sind hier: Home
Seite empfehlen

Schwimmendes Windrad: Kraftwerk für die Hochsee (12.06.2008)

Zusammen mit dem norwegischen Konzern StatoilHydro entwickelt Siemens das erste schwimmende Windkraftrad der Welt.


SiemensStatt das Windrad wie bisher mit einem massiven Pfeiler im Meeresgrund zu befestigen, solle ein spezieller Schwimmkörper samt Anker die Anlage stabilisieren, berichtet das Forschungsmagazin Pictures of the Future über Details des Projekts. Damit könnten erstmals auf hoher See Windparks errichtet werden. Die Windausbeute wäre ertragreicher, und die Fauna an den Küsten würde nicht gefährdet. Ab 2009 soll ein Prototyp vor der norwegischen Küste in Betrieb gehen.

Windparks auf offener See, so genannte Offshore-Anlagen, existieren zwar bereits seit fünfzehn Jahren. Die Anlagen stehen jedoch ausnahmslos nahe der Küste, da nur im flachen Gewässer eine Verankerung im Boden möglich ist. Ein weiterer, großflächiger weiterer Ausbau ist hier unter anderem wegen der Gefährdung von Fischgründen oder Vogelzug-Gebieten problematisch.

Den Energiekonzern StatoilHydro und den Offshore-Weltmarktführer Siemens zieht es deshalb auf die hohe See, auch weil dort der Wind stärker als in Küstennähe weht. Nach Berechnungen des US-amerikanischen National Renewable Energy Laboratory ist allein das Windpotenzial innerhalb von 50 Seemeilen vor der US-Küste größer als die derzeit installierte elektrische Leistung aller US-Kraftwerke – mehr als 900 Gigawatt.

Für den Test eines Windrad-Prototyps für die hohe See ist die norwegische Küste ideal, da hier der Meeresboden steil abfällt und bereits zwölf Kilometer vor dem Festland 200 Meter tief ist. StatoilHydro ist für den Unterwasserteil der Anlage zuständig, Siemens für den Mast und die Turbine. Ein 120 Meter langer Schwimmkörper aus Stahl, Beton und Ballasttanks zieht die Konstruktion so tief ins Wasser, bis ihr Schwerpunkt weit unter der Oberfläche liegt. Dies verhindert, dass das Windrad bei starkem Wellengang schwankt.

Damit das Rad nicht abtreibt, wird es mit drei flexiblen Stahltrossen an Ankern auf dem Meeresboden vertäut. Der Strom wird über ein Seekabel abtransportiert.
Die Forscher rechnen so mit einem möglichen Einsatz bis 700 Metern Tiefe – 600 Meter mehr als bei der Lösung mit massiven Pfeilern. Laufen die Tests am Prototypen erfolgreich, könnten schon in etwa zehn Jahren bis zu 200 Anlagen in einem Offshorepark schwimmen – genug, um etwa eine Million Haushalte mit Strom zu versorgen. (RN 2008.06.1)


Quelle: Siemens ResearchNews


Bundesumweltministerium

03.09.2010

Zeitung: Wulff sieht Grenze für AKW-Laufzeiten bei neun Jahren

02.09.2010

«Süddeutsche»: Umweltministerium rügt Atomgutachten

UN erwarten erste Geldmittel für Klimaschutz

Klimawandel begünstigt Hurrikan-Entstehung

Koalition will Atomfrage am Sonntag abräumen

Klimawandel: Durchschnittstemperaturen steigen, mehr heiße Tage

Es fehlt ein faires und grünes Handy : Germanwatch fordert mehr Nachhaltigkeit

Ökodesign-Richtlinie: 'Top Runner'-Prinzip ist Leitbild

Autoexperten: Industrie könnte viel klimafreundlichere Pkw bauen

01.09.2010

Mark-E steigt in Windkraftnutzung ein

Verbände: Erhöhung der Energiesteuer für energieintensive Betriebe ist Fehlentscheidung

Greenpeace setzt Klimaforschung in der Arktis fort

dena: Ausbau europäischer Stromnetze für Erneuerbare Energien dringend notwendig

Umweltminister: Die Zukunft liegt in klimafreundlicher Entwicklung

Längere Laufzeiten bringen keine Vorteile für den Klimaschutz

31.08.2010

Phoenix Solar AG realisiert 2,2 Megawatt Solarpark in der Slowakei

Merkel will schnelle Atom-Entscheidung

Entwicklung von Megastädten lässt Elektroautomarkt einen Gang zulegen

30.08.2010

Klimaforscher: Wetterextreme werden zunehmen

Regierung uneins über Atomlaufzeiten

Kontrollorgan empfiehlt Klimarat IPCC grundlegende Reform

BDI: Wirtschaft hält Klimaschutzzusagen ein

Merkel: Atom-Gewinnabschöpfung für Ökoenergien

29.08.2010

Gutachter für bis zu 20 Jahre längere AKW-Laufzeiten / Merkel: 10 bis 15 Jahre vernünftig

75-Watt-Glühbirnen werden aus Europa verbannt

Röttgen kritisiert Kürzung bei Gebäudesanierung

27.08.2010

Merkel dringt auf massiven Stromnetzausbau

Atom-Debatte: DIW gegen freiwilligen Beitrag

NABU zu CCS: Bei CO2-Deponierung Mensch und Natur schützen

Die wichtigsten Niedrig-Energie-Szenarien - ein Vergleich

Energiemodelle sind in Ministerien eingetroffen

Fußabdruck von Lithium-Ionen-Akkus für Elektroautos besser als erwartet

Forscher: LED-Lampen lassen Stromverbrauch nicht sinken