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Spanisches Solarkraftwerk liegt im Zeitplan: 18 000 Tonnen Parabolrinnen-Kollektoren montiert (14.06.2010)

Die Arbeiten am solarthermischen Gemeinschaftskraftwerk Andasol 3 liegen voll im Plan. Als wichtiger Baufortschritt konnte nun die Montage der Parabolrinnen-Kollektoren für das Solarfeld von Andasol 3 abgeschlossen werden. Insgesamt wurden 7.296 Kollektorelemente montiert und im Solarfeld verankert. Ein Kollektorelement ist 12 Meter lang und wiegt etwa 2,5 Tonnen.


Insgesamt bedeckt das Kraftwerk eine Fläche von rund zwei Quadratkilometern – das entspricht in etwa dem Staatsgebiet des Fürstentums Monaco. Andasol 3 wird von den Stadtwerken München, RWE Innogy, RheinEnergie, Ferrostaal und Solar Millennium gemeinsam realisiert.

Zwei Quadratkilometer groß: Andasol 3 Bild: Stadtwerke MünchenAuch der Bau des Kraftwerksblocks liegt im Zeitplan. Zurzeit wird an der Fertigstellung des Turbinentisches gearbeitet, auf dem die Dampfturbine später montiert wird. Die Turbine des Herstellers MAN Diesel & Turbo befindet sich bereits in der Endabnahme. Sie besteht aus einer Hoch- und einer Niederdruckmaschine und wurde speziell für den Einsatz beim Projekt Andasol 3 entwickelt und optimiert. „Anders als in konventionellen Kraftwerken muss eine Turbine im Solarbetrieb darauf ausgelegt sein, je nach Verfügbarkeit des Dampfes jeden Tag an- und abgefahren zu werden“, erklärt Herbert Spelleken, der zuständige Projektleiter von Flagsol, einem Gemeinschaftsunternehmen von Solar Millennium und Ferrostaal, die Besonderheit der Anlage.

Voraussichtlich Ende Juni geht der 160 Tonnen schwere Koloss per Schiff und Speziallastwagen auf die Reise nach Spanien, um anschließend in den Kraftwerksblock eingesetzt zu werden. Parallel dazu gehen auch die Verrohrungs- und Kabelarbeiten am Solarfeld weiter. Ab Mitte 2011 soll das Kraftwerk dann Solarstrom ins spanische Netz einspeisen.

Andasol 3 ist das dritte Kraftwerk, das Solar Millennium an diesem Standort, einer Hochebene zwischen Granada und Almeria, entwickelt hat. Die Anlage mit einer elektrischen Leistung von 50 Megawatt wird zusammen mit den unmittelbar benachbarten Schwesterprojekten Andasol 1 und 2 rund eine halbe Million Menschen mit klimafreundlichem Strom versorgen. Dadurch können pro Jahr rund 450.000 Tonnen Kohlendioxid im Vergleich zu einem modernen Steinkohlekraftwerk eingespart werden.

Nach Fertigstellung des Kraftwerks Andasol 3 werden rund 210.000 Parabolspiegel das Sonnenlicht auffangen. Diese riesigen gewölbten Spiegel bündeln die Sonnenstrahlen. Die dadurch erzeugte Hitze wird auf eine Wärmeträgerflüssigkeit übertragen. Mittels Wärmetauscher wird die thermische Energie schließlich an einen Wasser-/ Dampfkreislauf abgegeben. Wie in einem konventionellen Kraftwerk treibt dieser Dampf eine Turbine an. Der daran angeschlossene Generator erzeugt Strom. Durch Nutzung eines thermischen Speichers wird der Strom planbar bereitgestellt. Dieser thermische Speicher fasst 28.500 Tonnen eines speziellen Salzgemisches; seine Kapazität reicht für 7,5 Stunden Volllastbetrieb aus. Andasol 3 kann damit auch nach Sonnenuntergang zuverlässig Strom erzeugen.


Quelle: Stadtwerke München


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