Mehr als 400 neue Versicherungsprodukte sind im Zusammenhang mit dem Klimawandel neu auf den Markt gekommen. Das hat die Organisation Ceres in ihrer neuen Studie "From Risk to Opportunity: 2007. Insurer Responses to Climate Change" ermittelt.
Diese Zahl habe sich in nur 14 Monaten verdoppelt. Dennoch zeigt sich Mindy Lubber, Präsident von Ceres, noch nicht zufrieden. Speziell die US-Versicherungsbranche habe sich noch zu wenig um die Problematik bemüht. Von zehn Versicherungsunternehmen weltweit habe sich nur eines mit der speziellen Thematik auseinandergesetzt.
Zu den neuen Produkten auf dem Versicherungsmarkt gehören unter anderem eine neue Versicherung für Windfarmen, die der britischen AXA im Jahr 2006 bereits 14 Mio USD an zusätzlichen Prämien eingebracht hat. Die so genannten Pay-as-you-Drive-Versicherungen werden von 19 Versicherungen weltweit angeboten. Sie halten Versicherungsnehmer dazu an, um 10% bis 15% weniger mit dem Auto zu fahren, heißt es in der Ceres-Studie. In Frankreich haben 20% aller Neukunden von AGF die PAYD-Variante gewählt. In Japan erhalten Besitzer von Automobilen mit geringen Emissionen eine günstigere Versicherungsprämie. 48% aller Versicherungsnehmer von Tokio Marine und Nichido profitieren von niedrigeren Prämien, wenn sie wenig Auto fahren oder dabei weniger Emissionen ausstoßen.
Münchner Rück und Swiss Re bieten Mikro-Versicherungen in Regionen der Erde an, wo es bislang keine Versicherungen gab. Swiss Re hat laut Studie beispielsweise Wetterrisikoversicherungen an 320.000 Kleinbauern in Indien verkauft.
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