klimAktiv.de
Co2-Rechner

Sie sind hier: Home
Seite empfehlen

Greenpeace reicht gegen Vattenfall Beschwerde ein (30.10.2009)

Berlin - Gegen den Stromkonzern Vattenfall hat Greenpeace heute Beschwerde beim Bundeswirtschaftsministerium eingereicht. Im Konflikt um das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg verstößt Vattenfall massiv gegen den Verhaltenskodex der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).


Hamburg-Moorburg Bild: Torsten Bätge CC3.0Dieser bislang einzige umfassende Verhaltenskodex für multinationale Unternehmen enthält Empfehlungen für verantwortungsvolles Verhalten. Greenpeace weist mit einem Rechtsgutachten nach, dass Vattenfall insbesondere die Empfehlungen zur nationalen Umweltpolitik und zum Konsumentenschutz missachtet. So will der schwedische Konzern deutsche Umweltauflagen nicht erfüllen und wendet doppelte Standards bei der Stromproduktion im In- und Ausland an. In einem Beschwerdefall kann in Deutschland das von Rainer Brüderle (FDP) geführte Wirtschaftsminsterium eine Vermittlerrolle übernehmen.

"Greenpeace erwartet, dass der neue Wirtschaftsminister dem klimaschädlichen Geschäftsgebaren Vattenfalls in Deutschland Grenzen setzt", sagt Karsten Smid, Klimaexperte von Greenpeace. "Vattenfall darf sich keine Sonderbehandlung für Moorburg erkämpfen und deutsche Umweltgesetze aushebeln."

Der schwedische Staatskonzern Vattenfall bekennt sich zwar zu den OECD-Leitsätzen, unterläuft sie beim Bau des Moorburger Kraftwerkes jedoch in wesentlichen Punkten. So will Vattenfall mit einer Klage vor dem Schiedsgericht der Weltbank das deutsche Umweltrecht aushöhlen. Vattenfall fordert 1,4 Milliarden Euro Schadensersatz von der Bundesregierung für Umweltauflagen in Moorburg. Zudem wendet der Konzern doppelte Standards an: Während er in Schweden vor allem auf erneuerbare Energieträger setzt, produziert das Unternehmen in Deutschland maßgeblich klimaschädlichen Kohlestrom.

Vattenfall täuscht Öffentlichkeit über Klimaauswirkungen

In seiner Werbekampagne "Klimaerklärung" gibt der Konzern dagegen vor, sich für Klimabelange einzusetzen. Dabei ist er Deutschlands Energieerzeuger mit dem höchsten CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde Strom. So wird das im Bau befindliche Kohlekraftwerk in Moorburg über seine 40jährige Laufzeit fast zehn Prozent des CO2-Budgets der deutschen Energiewirtschaft verbrauchen, wird aber nur knapp zwei Prozent zur Energieerzeugung beitragen. Nach Berechnungen von Greenpeace überschreitet Moorburg mit diesen Emissionen das Niveau einer nachhaltigen Entwicklung um mehr als das Fünffache. "Vattenfall trägt erheblich dazu bei, dass Deutschland seine Klimaziele nicht erreichen kann", erklärt Smid.

Der Verhaltenskodex der OECD ist eines der wenigen formalen Instrumente, die Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace haben, um das Fehlverhalten von Konzernen zu ahnden. Mit der Beschwerde will Greenpeace erreichen, dass die Leitsätze auch im Klima- und Umweltschutz durchgesetzt werden.


Quelle: Greenpeace e.V.


Bundesumweltministerium

02.09.2010

«Süddeutsche»: Umweltministerium rügt Atomgutachten

UN erwarten erste Geldmittel für Klimaschutz

Klimawandel begünstigt Hurrikan-Entstehung

Koalition will Atomfrage am Sonntag abräumen

Klimawandel: Durchschnittstemperaturen steigen, mehr heiße Tage

Es fehlt ein faires und grünes Handy : Germanwatch fordert mehr Nachhaltigkeit

Ökodesign-Richtlinie: 'Top Runner'-Prinzip ist Leitbild

Autoexperten: Industrie könnte viel klimafreundlichere Pkw bauen

01.09.2010

Mark-E steigt in Windkraftnutzung ein

Verbände: Erhöhung der Energiesteuer für energieintensive Betriebe ist Fehlentscheidung

Greenpeace setzt Klimaforschung in der Arktis fort

dena: Ausbau europäischer Stromnetze für Erneuerbare Energien dringend notwendig

Umweltminister: Die Zukunft liegt in klimafreundlicher Entwicklung

Längere Laufzeiten bringen keine Vorteile für den Klimaschutz

31.08.2010

Phoenix Solar AG realisiert 2,2 Megawatt Solarpark in der Slowakei

Merkel will schnelle Atom-Entscheidung

Entwicklung von Megastädten lässt Elektroautomarkt einen Gang zulegen

30.08.2010

Klimaforscher: Wetterextreme werden zunehmen

Regierung uneins über Atomlaufzeiten

Kontrollorgan empfiehlt Klimarat IPCC grundlegende Reform

BDI: Wirtschaft hält Klimaschutzzusagen ein

Merkel: Atom-Gewinnabschöpfung für Ökoenergien

29.08.2010

Gutachter für bis zu 20 Jahre längere AKW-Laufzeiten / Merkel: 10 bis 15 Jahre vernünftig

75-Watt-Glühbirnen werden aus Europa verbannt

Röttgen kritisiert Kürzung bei Gebäudesanierung

27.08.2010

Merkel dringt auf massiven Stromnetzausbau

Atom-Debatte: DIW gegen freiwilligen Beitrag

NABU zu CCS: Bei CO2-Deponierung Mensch und Natur schützen

Die wichtigsten Niedrig-Energie-Szenarien - ein Vergleich

Energiemodelle sind in Ministerien eingetroffen

Fußabdruck von Lithium-Ionen-Akkus für Elektroautos besser als erwartet

Forscher: LED-Lampen lassen Stromverbrauch nicht sinken

26.08.2010

VCD kritisiert Entwurf für Verbrauchskennzeichnung PKW: 'Mogelpackung'

Merkel will Zusatzbelastung für Atomwirtschaft

Egal, was wir tun: Der Meeresspiegel steigt

Gutachten voraussichtlich mit niedrigeren Ökostrom-Zielen

Sarkozy will für G20 eigenständiges Sekretariat und mehr Klimapolitik

Smart Grid, Smart Meter - Smarte Energiekunden?

Energiemanagement von Gebäuden mit Hilfe der Wettervorhersage