Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
klimaktiv Quelle: b13nd / photocase.com
Sie sind hier: Home

17.09.2009

Öko-Forscher gegen neue Atom- und Kohlekraftwerke

Berlin - Ökologisch orientierte Wirtschaftswissenschaftler warnen vor dem Neubau von Kohle- und Atomkraftwerken. Beides würde zulasten des Ausbaus erneuerbarer Energien gehen, sagten Prof. Martin Jänicke von der Freien Universität Berlin sowie Vertreter verschiedener Forschungseinrichtungen am Donnerstag in Berlin.

Professor Jänicke Bild: FU BerlinSie widersprachen damit Überlegungen anderer vom Forschungsministerium mit einer Studie beauftragter Wissenschaftler, die auch einen Neubau von Atomkraftwerken für möglich halten. Im aktuellen politischen Streit wollen Union und FDP wie auch die Energiekonzerne bisher aber keine Neubauten, sondern bestehende Atommeiler länger als gesetzlich geplant über 2022 hinaus weiterlaufen lassen.

Gegen den Neubau von Kohlekraftwerken sprechen sich in einer vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) koordinierten Aktion etwa 50 Wirtschaftswissenschaftler aus. Ihr Hauptargument: «Würden alle derzeit geplanten 29 Kohleanlagen neu gebaut, würden die Klimaschutzziele weit verfehlt», wie Holger Rogall von der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) sagte. «Jedes neue Kohlekraftwerk, das heute gebaut wird, bestimmt den Kohlendioxid- Ausstoß im Jahr 2050.»

Auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel warnte vor einer Gefährdung des Ausbaus erneuerbarer Energien. «Mit längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke werden die erforderlichen Investitionen für Windkraftanlagen auf hoher See nicht kommen», sagte er beim Besuch des Windenergie-Anlagenherstellers General Electric im niedersächsischen Salzbergen. «Schon heute bietet die Branche 280 000 Menschen zukunftssichere Arbeitsplätze. (...) Auch die künftige Bundesregierung muss gemeinsam mit den Küstenbundesländern den Ausbau vor allem der Hafeninfrastrukturen vorantreiben. Der ist notwendig, um die zukünftig hohe Nachfrage nach (Wind-)Offshore-Anlagen befriedigen zu können.»

Unterdessen sprach sich der Kieler Landtag mit der Mehrheit von SPD, Grünen und SSW für die Stilllegung der Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel aus. Hintergrund ist die Pannenserie seit 2007.

Nach Einschätzung der Professorengruppe um das FÖS könnten sich Kohlekraftwerke im Falle ihres Weiterbaus schnell als «Investitionsruinen» erweisen. Gleichzeitig behinderten sie jedoch den Ausbau erneuerbarer Energien. «Beides ist nicht miteinander zu vereinbaren», erklärte Martin Cames vom Öko-Institut Berlin. Zugleich warnten die Wissenschaftler vor dem Glauben, ein unterirdischer Einschluss von Kohlendioxid-Emissionen aus Kohlekraftwerken könnte die Klimaerwärmung aufhalten. «Derzeit ist auch mittelfristig noch völlig offen, ob diese Technologie technisch realisierbar, ökologisch vertretbar und wirtschaftlich zu betreiben ist.»


Quelle: dpa


NEU: CO2-Rechner PRO
für Unternehmen

CO2-Rechner PRO


NEU: Das Buch
Klimaschutz kann jeder


16.05.2012

Merkel feuert Röttgen - Konsequenz aus NRW-Pleite

Westfleisch ermittelt CO2-Footprint für Rindfleisch

Studie zu mehr Effizienz bei Autos: ein Monatsgehalt ist drin

Effizienz in der Gastronomie: Karlsruher Hotels senken CO2-Emissionen drastisch

Umweltbank: mit Kreditprojekten mehr als 2 Mio. Tonnen CO2 eingespart

Textilverband: EEG ist verfassungswidrig - EEG-Zahlungen eingestellt

Modernisierungsdarlehen rekordverdächtig günstig

15.05.2012

Trotz Protesten: Fluggesellschaften melden CO2-Emissionen

Bericht ´Zur Lage der Welt 2012`

22. Mai: Energiewende in Baden-Württemberg – wo stehen wir?“

Klimaschutz Kann Jeder

WWF-Studie: Öko-Fußabdruck wird weltweit größer

Schweiz: Anhörung zur CO2-Verordnung eröffnet

Studie: Verwertungsquoten für mehr Ressourceneffizienz und Klimaschutz

14.05.2012

Gesetzesnovelle in Baden-Württemberg : Mehr Windkraft gewünscht

UN-Klimakonferenz in Bonn soll neue Abkommen vorbereiten

14. Juni: Klaus Töpfer: Die Engergiewende: Handicap oder Chance?

Energiespeicher zur Pufferung von Solar-Strom entwickelt

EU fördert marktgerechte Umweltlösungen

Unternehmen sparen mit WWF-Programm 100 Mio. Tonnen CO2

13.05.2012

05. Juli: Energiewende in Deutschland - eine Zwischenbilanz und Perspektiven

11.05.2012

Sachsen verlangt Förderprogramm zur Anschaffung von Stromspeichern

Bundesrat stoppt Solarkürzung mit Zwei-Drittel-Mehrheit

dena: Straßenbeleuchtung in jeder zweiten Kommune veraltet

Koalition und SPD verlangen Maßnahmen für energieintensive Betriebe

Bundestag lehnt strenge Auflagen für Gasförderung ab

10.05.2012

Wetterdienst erweitert Angebot kostenloser Wetterwarnungen

Merkel will bei G8-Gipfel auf mehr Klimaschutz dringen

Forscher entwickeln künstliches Blatt zur Energieerzeugung

Stromgestehungskosten für erneuerbare Energien - Studie aktualisiert


UNESCO Bildung für nachhaltige Entwicklung UNESCO Projekt: endlich-handeln