Das Bundeskabinett hat heute (19.09.07) einen gemeinsamen Bericht des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie, des Bundesministers für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und der Bundesministerin für Bildung und Forschung "Entwicklungsstand und Perspektiven von CCS-Technologien in Deutschland" beraten und zustimmend zur Kenntnis genommen.
Die Bundesregierung stimmt damit einem Maßnahmenpaket zu, das eine zügige Erarbeitung der rechtlichen Rahmenbedingungen für CCS gewährleisten wird, die weitere Förderung von FuE vorsieht und die Pläne der deutschen Energiewirtschaft für Demonstrationsanlagen zum Nachweis der technischen, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Machbarkeit der CCS-Technologielinie nachdrücklich unterstützt.
Als Carbon Capture and Storage (CCS) wird die Abtrennung von Kohlendioxid aus Kraftwerken mit fossilen Brennstoffen oder Industrieanlagen und dessen anschließende langfristig sichere Lagerung in geologischen Formationen bezeichnet. Die Sicherung der deutschen Energieversorgung und die Erreichung der nationalen Klimaschutzziele erfordern nach Auffassung der Bundesregierung sowohl eine Forcierung der FuE-Arbeiten zur Steigerung der Kraftwerkseffizienz als auch zur Entwicklung von CCS-Technologien.
Die innovativen CCS-Technologien eröffnen eine Option, CO2–Emissionen aus Großkraftwerken deutlich zu reduzieren. Das CO2 wird dazu in den Kraftwerken abgetrennt und in geologischen Formationen, z.B. erschöpfte Öl- und Erdgasfelder oder Salzwasser führende Schichten des tieferen Untergrundes eingelagert. Dabei sind hohe Anforderungen an die langfristige Sicherheit und Dichtheit der Speicherstätten einzuhalten.
Insbesondere vor dem Hintergrund der in Deutschland und weltweit existierenden weit reichenden Kohlevorkommen hält es die Bundesregierung für wichtig, eine Technologielinie voranzutreiben, die die Nutzung von Kohle mit den Erfordernissen des Klimaschutzes vereinbar macht. Ziel der Bundesregierung ist es deshalb, durch geeignete Rahmenbedingungen die Entwicklung und Erprobung von CCS-Technologien zu ermöglichen und bis 2020 zur Marktreife zu bringen.
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