Am 18. September 2009 endete die Fachtagung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) zum Moorschutz in Osteuropa, an der Fachleute aus Belarus (Weißrussland), Ukraine und der Russischen Föderation teilnahmen.
Ziel der Tagung war die Unterstützung der Länder beim Schutz und der Wiedervernässung ihrer Moore. "Die Wiedervernässung der Moore leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Weißrussland zählt mit Deutschland, Russland, Polen und der Ukraine zu einem der bedeutendsten globalen Hotspots der Treibhausgas-Emissionen aus entwässerten Mooren.
Durch die Wiedervernässung der Moore können diese Emissionen vermieden werden. Wiedervernässte Moore bieten auch einen wichtigen Lebensraum für vom Aussterben bedrohte Arten und bieten auch gleichzeitig wirtschaftliche Optionen. Eine an die nassen Bedingungen angepasste landwirtschaftliche Nutzung kann die Wertschöpfung in ländlichen Räumen erhöhen" sagte Prof. Beate Jessel, Präsidentin des BfN zum Abschluss der Veranstaltung.
Das Bundesumweltministerium (BMU) finanziert seit einem Jahr im Rahmen der Internationalen Klima-Initiative ein Modellprojekt zur großflächigen Moorrenaturierung in Belarus (Weißrussland), bei dem wichtige Grundlagen sowohl für die Anrechnung von Mooren in einem Post-Kyoto Protokoll, als auch auf dem freiwilligen Kohlenstoffmarkt, erarbeitet werden. Die Ergebnisse sind auf tropische Moore übertragbar, finden weltweit Beachtung und. werden auch auf dem Klimagipfel in Kopenhagen vorgestellt. Auf der Tagung konnten. weitere Schritte in diesem Projekt vereinbart werden, um die klimawirksame Moorwiedervernässung in den drei Ländern weiter voranzubringen.
"Infolge der wirtschaftlichen Veränderungen seit dem Fall des Eisernen Vorhangs liegen insbesondere in den Ländern Belarus (Weißrussland), Ukraine und Russische Föderation in erheblichem Umfang Moorflächen brach, die trockengelegt und vorwiegend für landwirtschaftliche Zwecke, aber auch für Forstwirtschaft und Torfabbau genutzt wurden. Im Rahmen des Projektes sollen zunächst 10.000 Hektar degradierte Moore in Weißrussland wiedervernässt werden. Damit wird das Projekt beispielhaft zeigen, wie durch die Wiedervernässung von Mooren Treibhausgas-Emissionen vermieden werden können," sagte Prof. Michael Succow.
Diese vermiedenen Treibhausgasemissionen könnten künftig eine Einkommensquelle für die betroffenen Staaten darstellen, deren Einnahmen durch den freiwilligen Handel mit CO2-Zertifikaten für weitere Moorschutzmaßnahmen verwendet werden können.
Partner im Projekt sind u.a. die Michael-Succow-Stiftung, die sich insbesondere dem Erhalt großartiger Naturlandschaften in Osteuropa verschrieben hat, und die in England ansässige Royal Society for the Protection of Birds (RSPB), eine der größten Naturschutzverbände der Welt, die Universität Greifswald, die weltweit führend auf dem Gebiet der Moorforschung ist, sowie der weissrussische Partnerorganisation des RSPB, APB - Birdlife Belarus
Umweltbundesamt gibt Tipps für klimaschonende Urlaubreisen
Purdue University: Maisethanol ist kein Klimaschützer
WHO-Konferenz endet in Parma: gesundheitliche Folgen des Klimawandels bekämpfen
Klima-Mahner der ersten Stunde - Hartmut Graßl wird 70
Dena bietet Exporthandbücher: Auslandsmärkte für Wind und Biogas erschließen
Siemens baut in Italien Solaranlagen
Schweizer Forscher suchen globale Lösungen für nachhaltige Wassernutzung
Stuttgarts Bedienstete ab sofort per E-Roller unterwegs
11.03.2010Umwelthilfe: Bundesregierung zeigt bei Kleinlastern wieder ein Herz für Klimakiller
EU: Deutschland wird wahrscheinlich EU-Klimaziel übertreffen
Sarkozy will Devisensteuer für Klimaschutz ab 2011
Klima: Kommission präsentiert Post-Kopenhagen-Strategie im Europaparlament
NABU: Zerstörung von Mooren, Wäldern und Auen kostet Millionen und untergräbt Klimaziele
Weltklimarat IPCC bekommt Kontrollgremium
10.03.2010Klima-Allianz kritisiert Investitions-Vorhaben von E.ON: riskant für Klima und Anleger
Krise dämpft Eon-Geschäfte - Bernotat geht
Optische Chips reduzieren Internet-Energieverbrauch
Frost & Sullivan: Deutschland bleibt führend bei Biogasanlagen
Umweltbundesamt gibt Tipps: Tourismus und Nachhaltigkeit geht gut zusammen
PIK-Studie: Ruhende Sonne würde globale Erwärmung kaum abschwächen
DIW: Fast jeder zwanzigste Arbeitnehmer arbeitet im 'grünen Bereich'
EnBW baut 6,5 MW großen Solarpark in Ulm-Eggingen
Umstieg lohnt: Erneuerbare Wärme gewinnt den Heizkostenvergleich
09.03.2010EU-Kommission erlaubt Beihilfe für Klimaschutzprojekt bei ArcelorMittal
Röttgen prüft Hilfe für klimabedrohte Malediven
Wuppertal Institut erforscht private und betriebliche Nutzung von Elektrofahrzeugen
Interaktion von Individuen als Hoffnungsschimmer für das Weltklima?
CO2-Bilanz im Fernsehen: 'Eine richtig durchschnittliche Familie'
Energieverbrauch 2009 so niedrig wie vor 40 Jahren
Deutscher Klimapreis der Allianz Umweltstiftung 2010 verliehen
Studie: Export alter Elektrogeräte schadet globalem Klima- und Umweltschutz
EU: UN-Klimavertrag könnte doch erst 2011 kommen
08.03.2010Schweiz: Bundesrat ebnet Weg für klimafreundliche und energieeffiziente Gebäudesanierungen
Merkel warnt vor Stillstand im Klimaschutz
Südafrika nominiert Tourismusminister zum UN-Klimachef
Sarkozy fordert Finanzhilfe für Atomindustrie
BEE: Regierungskoalition konterkariert ihre Bekundungen zu Erneuerbaren Energien
dena-Gutachten: Deutschland braucht Stromspeicher
Bayern will Steuerfreiheit für Elektro-Autos