klimAktiv.de
Co2-Rechner

Seite empfehlen

Starke regionale Klimaschwankungen in den Tropen (02.12.2009)

Klimaschwankungen in der Nähe des Äquators weisen ein deutlich anderes Muster auf als die Klimaänderungen in Arktis und Antarktis. Es lassen sich in den Tropen deutliche 11500-jährige Schwankungen zwischen Feucht- und Trockenphasen identifizieren, die ein anderes Muster als die Temperatur-Rekonstruktionen aus den polaren Eiskernen zeigen.


Bild: Pixelio/bertl100Die Untersuchungen des Klimas der vergangenen 25 000 Jahre im tropischen Afrika zeigen, dass Trockenphasen bei niedrigerer Solarstrahlung im März und September herrschten, was die folgende Regenzeit schwächer ausfallen ließ. Dieses unterstreicht die Bedeutung hydrologischer Veränderungen im regionalen Klimawandel, formuliert ein europäisches Konsortium von Geowissenschaftlern unter Leitung von Prof. Dirk Verschuren (Univ. Gent, Belgien) in der heutigen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature (Vol. 462, 7273).

GFZDie Ursachen für die Feuchtigkeitsänderungen sind jahreszeitliche Effekte zyklischer Veränderungen der Erdumlaufbahn um die Sonne, die wiederum die auf der Erde ankommende Solarstrahlung bestimmt. Den grundlegenden Rhythmus geben die jährlichen Regenzeiten vor, die mit der so genannten inntertropischen Konvergenzzone verbunden sind. Darunter versteht man das Wolkenband in Äquatornähe, welches aus Gewittern besteht, die sich durch Sonneneinstrahlung und starke Verdunstung bilden. Mit dem Sonnenhöchststand im Juni auf der Nord- und im Januar auf der Südhalbkugel wandert dieses Wolkenband nord- und südwärts.

Wie spiegelt sich die langfristige Veränderung der Solarstrahlung in diesen Rhythmen wider? Um diese Frage zu bearbeiten, untersuchte die europäische Forschergruppe das Regionalklima Ostafrikas.
„Bisher gab es kaum Daten über Klimawandel in den Tropen. Änderungen der Temperatur spielen dort im Gegensatz zu hydrologischen Änderungen keine große Rolle,“ beschreibt Achim Brauer vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ die Fragestellung. Seine Arbeitsgruppe analysierte die Ablagerungen im Challa-See, einem Kratersee am östlichen Fuß des Kilimandscharo. Die GFZ-Wissenschaftler zogen erstmalig in dieser Region feingeschichtete Bohrkerne aus dem Seeboden, die 21 Meter tief reichen. „Damit deckt dieser Sedimentkern die letzten 25000 Jahre ab,“ erklärt Achim Brauer. „Detaillierte mikroskopische und geochemische Untersuchungen der einzelnen Sedimentlagen liefern Klimainformationen auf einer sehr genauen Zeitskala.“ Dieses weltweit bisher einzige lange Sedimentprofil feingeschichteter Seeablagerungen in den Tropen wird durch hochauflösende geophysikalische Daten ergänzt..

Als Resultat wurde festgestellt, dass die Schwankungen in der Sonneneinstrahlung genau dem zeitlichen Muster der Änderung der Erdumlaufbahn folgen, die sich wiederum in Klimazyklen niederschlagen. Der Feuchtetransport nach Ostafrika durch die Passatwinde aus dem Indischen Ozean war stärker, wenn die Einstrahlung und folglich das Aufsteigen der Luft am Äquator zunahm. Umgekehrt schwächte sich dieser Feuchtetransport ab, wenn die geringere Einstrahlung zu schwächerem Luftaufstieg und nachfolgend zu schwächerem Passat führte. Das Verständnis tropischer Klimavariabilität und speziell der Lageveränderungen der innertropischen Konvergenzzone ist von besonderer Bedeutung, weil damit die Zusammenhänge zwischen Temperatur und Niederschlag in tropischen Breiten besser entschlüsselt werden können.


Quelle: GFZ


Bundesumweltministerium

02.09.2010

«Süddeutsche»: Umweltministerium rügt Atomgutachten

UN erwarten erste Geldmittel für Klimaschutz

Klimawandel begünstigt Hurrikan-Entstehung

Koalition will Atomfrage am Sonntag abräumen

Klimawandel: Durchschnittstemperaturen steigen, mehr heiße Tage

Es fehlt ein faires und grünes Handy : Germanwatch fordert mehr Nachhaltigkeit

Ökodesign-Richtlinie: 'Top Runner'-Prinzip ist Leitbild

Autoexperten: Industrie könnte viel klimafreundlichere Pkw bauen

01.09.2010

Mark-E steigt in Windkraftnutzung ein

Verbände: Erhöhung der Energiesteuer für energieintensive Betriebe ist Fehlentscheidung

Greenpeace setzt Klimaforschung in der Arktis fort

dena: Ausbau europäischer Stromnetze für Erneuerbare Energien dringend notwendig

Umweltminister: Die Zukunft liegt in klimafreundlicher Entwicklung

Längere Laufzeiten bringen keine Vorteile für den Klimaschutz

31.08.2010

Phoenix Solar AG realisiert 2,2 Megawatt Solarpark in der Slowakei

Merkel will schnelle Atom-Entscheidung

Entwicklung von Megastädten lässt Elektroautomarkt einen Gang zulegen

30.08.2010

Klimaforscher: Wetterextreme werden zunehmen

Regierung uneins über Atomlaufzeiten

Kontrollorgan empfiehlt Klimarat IPCC grundlegende Reform

BDI: Wirtschaft hält Klimaschutzzusagen ein

Merkel: Atom-Gewinnabschöpfung für Ökoenergien

29.08.2010

Gutachter für bis zu 20 Jahre längere AKW-Laufzeiten / Merkel: 10 bis 15 Jahre vernünftig

75-Watt-Glühbirnen werden aus Europa verbannt

Röttgen kritisiert Kürzung bei Gebäudesanierung

27.08.2010

Merkel dringt auf massiven Stromnetzausbau

Atom-Debatte: DIW gegen freiwilligen Beitrag

NABU zu CCS: Bei CO2-Deponierung Mensch und Natur schützen

Die wichtigsten Niedrig-Energie-Szenarien - ein Vergleich

Energiemodelle sind in Ministerien eingetroffen

Fußabdruck von Lithium-Ionen-Akkus für Elektroautos besser als erwartet

Forscher: LED-Lampen lassen Stromverbrauch nicht sinken

26.08.2010

VCD kritisiert Entwurf für Verbrauchskennzeichnung PKW: 'Mogelpackung'

Merkel will Zusatzbelastung für Atomwirtschaft

Egal, was wir tun: Der Meeresspiegel steigt

Gutachten voraussichtlich mit niedrigeren Ökostrom-Zielen

Sarkozy will für G20 eigenständiges Sekretariat und mehr Klimapolitik

Smart Grid, Smart Meter - Smarte Energiekunden?

Energiemanagement von Gebäuden mit Hilfe der Wettervorhersage