Die Erderwärmung könne ernsthafte Konflikte innerhalb und zwischen den Staaten provozieren, erklärten die Preisträger am Samstag in Freiburg. Durch den Klimawandel und das weltweite Abholzen von Wäldern werde immer mehr Menschen die Lebensgrundlage entzogen, es drohten deutlich mehr Armut und Hunger. Dies steigere die Gefahr von Gewalt, besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern. «
1,4 Milliarden Menschen leben in extremer Armut. Ein Sechstel der Menschheit ist unterernährt», sagte der Umweltwissenschaftler und SPD-Politiker Ernst Ulrich von Weizsäcker. «Eine Verschärfung dieser Situation droht, wenn die Weltbevölkerung auf voraussichtlich neun Milliarden Menschen ansteigt und der Klimawandel weitere Ernteverluste verursacht.» Bei der Klimaschutzkonferenz der Vereinten Nationen Anfang Juni in Rio de Janeiro müsse es konkrete Fortschritte geben, heißt es in einer am Samstag unterzeichneten gemeinsamen Erklärung.
Unter anderem fordern die Wissenschaftler staatliche Konjunkturprogramme zum Ausbau alternativer Energien, ein Verbot für Finanzspekulationen auf Rohstoffe sowie ein Aufstocken der Entwicklungshilfe. Um Kriege und Konflikte zu vermeiden, sei ein weltweiter und ernsthafter Klimaschutz nötig. Internationalem Umweltschutz sowie nachhaltigen Entwicklungen müssten ein vergleichbarer Rang wie die Gesundheits-, Ernährungs- und Arbeitspolitik eingeräumt werden.








