Mainz - Mit Hilfe von Windfängen könnten sich vom Abschmelzen bedrohte Gletscher kühlen lassen. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest ein Team unter der Leitung von Prof. Hans-Joachim Fuchs vom Geographischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz.
Eine Gruppe von Studenten hatte am Schweizer Rhône- Gletscher einen Test-Windfang errichtet und dann die Temperaturen innerhalb und außerhalb der Barriere gemessen. Ergebnis: Die Temperaturen im Windfang hätten nachts im Schnitt 1,5 bis 2 Grad, in der Spitze sogar bis zu 3 Grad Celsius tiefer gelegen als außerhalb des Windfangs. «Wir vermuten auch, dass sich dadurch die Abschmelzrate des Eises bremsen lässt», erläuterte Fuchs am Freitag.
Aus technischen Gründen habe man dies aber nicht nachweisen können. Der Windfang staue kalte Fallwinde auf, die normalerweise ungehindert ins Tal abflössen. Am und um den Windfang entstehe so ein Kaltluftpolster. Am größten sei der Kühleffekt bei wolkenfreiem Himmel gewesen. Selbst bei Föhnwetter seien die Temperaturen im Windfang nachts aber noch bis zu ein Grad niedriger gewesen als außerhalb.
Eigentlich wollten die Forscher auch die Oberflächentemperatur des Gletschers messen. Die Technik spielte nicht mit. «Wir konnten aber beobachten, dass die Eishärte im Bereich des Windfangs tagsüber etwa gleichblieb, während außerhalb des Windfangs die Eiskristalle an der Oberfläche verschmolzen und die Härte abnahm.» Die Forscher erhoffen sich von ihrem Versuch Impulse zur Rettung der Gletscher. Das Abschmelzen der Gletscher ist eine Folge des Klimawandels. Die Auswirkungen gelten als gravierend, weil die Eisriesen große Trinkwasserreserven bergen.
(Internet: www.staff.uni-mainz.de/hjfuchs/Wallis-Homepage-2008/)
Fliegen im Jahr 2050 - Airbus stellt Konzeptstudie vor
Eiskernbohrung in Grönland – Rückschlüsse auf Klimabedingungen der letzten Warmzeit
China will Erfolg für Klimagipfel in Mexiko
Solarunternehmen Conergy einigt sich mit Banken
29.07.2010Forscher: Seit 1990 steigt die Temperatur in der Arktis rasant an
05.10.10: Ressourceneffizienz - Motor für ein Grünes Wachstum
Atomindustrie dringt auf «15 Jahre plus X»
DIW Berlin: Grundsätzlich viel Spielraum für Brennelementesteuer
Kohlendioxid-Recycling: Klimakiller oder Kassenknüller?
28.07.2010Für Stromleitung aus der Wüste: Blaupause mit 800 kV steht in China
Karlsruher Stadtmobil-Kunden können Plug-in Hybrid Prototypen mieten
Unterwasserfahrzeug forscht unter dem Treibeis der Arktis
Baden-Württemberg: 80 Prozent mehr Schiffs-Gütertransport möglich
19.08.10 : Emissionshandel und Klimaschutz in den USA
Röttgen will Windenergie verstärkt fördern
21.10.10: Launch Event für CDP Deutschland Bericht
27.07.2010Online-Rechner: Photovoltaik-Anlagen planen für Wohngebäude
Bund kappt Ökosteuer-Rabatte für energieintensive Industrie
Brasilianische Ureinwohner besetzen Wasserkraftwerk
Elektroauto Chevrolet Volt kommt zum Premiumpreis
Die Nutzung der Windenergie auf dem Meer kennt nur Gewinner
Viele Fragen offen für Deutschlands grüne Zukunft
Bundesnetzagentur: Über drei Gigawatt mehr Solaranlagen im ersten Halbjahr
Arche Noah Tierpark - Zoos arbeiten für Artenschutz
KfW-Klimaschutzbeauftragter koordiniert Erstellung von Weltklimabericht
Stadtwerke Flensburg verkauft Ökostrom über mobilcom-debitel
26.07.2010Kleine solarthermische Kraftwerke mit Mehrfachnutzen für heiße Länder
Wuppertal-Institut: CCS als Brückentechnologie für deutsche Kohlekraftwerke unnötig
Ab 26. Juli: Dritte Bayerische Klimawoche startet mit über 700 Aktionen
Musterkommunen-Wettbewerb: 72 Bewerber erhalten CO2-Rechner für ihre Bürger