"Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) kann ein wesentlicher Baustein einer nachhaltigen Energieversorgung sein. Sie braucht eine staatliche Förderung mit Augenmaß und keine Blockadepolitik." Das erklärte Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, zur geplanten Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes.
Die staatliche Förderung habe Impulse für die verstärkte Entwicklung der KWK gegeben. "Der Bericht zur Zwischenüberprüfung der Bundesministerien hat festgestellt, dass die Stromwirtschaft ihr Zwischenziel zur CO2-Minderung im Rahmen der KWK-Vereinbarung voll erfüllt hat", betonte Meller. "Die zugesagte Emissionsminderung für 2005 wurde erreicht, der Anlagenbestand gesichert und die Markteinführung von kleinen Blockheizkraftwerken und Brennstoffzellen gefördert."
Nun komme es darauf an, die künftige KWK-Förderung wettbewerbskonform und effizient weiterzuentwickeln. Meller: "Bis zur Entwicklung eines klimapolitischen Gesamtkonzeptes ist die befristete Fortführung der staatlichen Förderung der KWK eine wichtige Option." Wenn die Politik die KWK fördern wolle, dürfe sie das aber nicht halbherzig planen. "Die Begrenzung der Förderung allein auf kleinere Anlagen ist mit den ehrgeizigen Klimaschutz-Zielen nicht vereinbar", erläuterte Meller. "Gerade die mittleren und großen KWK-Anlagen der Stadtwerke tragen maßgeblich zur Emissionsminderung bei." Hier seien auch in Zukunft große Potentiale zu erwarten. "Wer die größeren Anlagen bei der staatlichen Förderung unberücksichtigt lassen will, schwächt den Klimaschutz und verprellt Investoren", kritisierte Meller.
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