Neu Delhi - Bundespräsident Horst Köhler hat die Industriestaaten aufgerufen, Indien beim Klimaschutz zu unterstützen. Köhler sagte am Mittwoch am Rande eines Besuchs im Goethe-Institut in der indischen Hauptstadt Neu Delhi, Indien brauche zweifellos ein hohes Wirtschaftswachstum. Dieses dürfe aber nicht zulasten des Klimaschutzes gehen. Der reiche Norden müsse dem Land hier helfen und zugleich seinen eigenen Verpflichtungen im Klimaschutz nachkommen. Indien hat laut Köhler ein Pro-Kopf-Ausstoß an Treibhausgasen von einer Tonne, die Industrieländern von elf Tonnen pro Jahr.
Nach Darstellung des Bundespräsidenten ist es der indischen Führung ernst mit ihrem Kampf gegen die Armut im eigenen Land. Diesen Eindruck habe er bei seinen politischen Gesprächen während seines Besuches sowohl mit der Regierung als auch mit der Opposition gewonnen. In diesem Kampf nehme Bildung eine zentrale Rolle ein und dies sei «im Kern der richtige Ansatz».
Nach den Worten der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium, Gudrun Kopp (FDP), will Deutschland den Studentenaustausch mit Indien wieder intensivieren. Dies sei «absolut wichtig», insbesondere auch mit Blick auf die deutsche Wirtschaft, sagte Kopp, die den Bundespräsidenten bei seinem einwöchigen Staatsbesuch in Indien begleitet. Die deutsche Wirtschaft sucht sowohl für ihre Unternehmen im Inland als auch für ihre Niederlassungen in Indien hoch qualifizierte indische Fachkräfte.
Quelle: dpa
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